Teil eines Werkes 
8.-10. Bdchn. (1845)
Entstehung
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getragen hett, daß Gott und Her Lamperti dem armen Moriz verzeihen kenn; denn nit haben gethan mit böſer Abſicht.

Ihr gnaden mein guter Her ſol alſo wiſſen, daß in der Nacht vor der Schlacht von Maricane ich geſtanden ſein Schildwacht mit armen alten Fanfulla fern von dem Lagger und ich ſagen zu Fanfulla; Lieber Fanfulle ich habe große Sehnſucht zu bichte mine Sünde, weil mir vorgekommen im Traum, daß ich ſterben müſſen morgen in der ſchlacht und Fanfulla mir antworte er habe das⸗ ſelbe Begeren; aber da war weder Prieſter noch Münch: ich finden alſo Uskunft und ſagen: ich bichte Dir und Du bichteſt mir; und got ſin zufride mit unſern gueten wille; wie nun auch geſchen. Ich alſo zuerſt bichte Fanfulla alle mine Sünde, welche ſehr groß ſin, und Fanfulla eine Buß geben mit dem ſtil von finer Pick auf minen Rücke ſtark und ſtärker und immer ſtärker und mir ſagen:geduld; Du verdienen noch ſtärker! Dann guter Fanfulla mir bichte alle ſine ſünde, von kindesbin an; dauern mehr äls zwei ſtunde; und wollen gar nit ufhöre: ich alſo denken Fanfulla habe gethan wit meh Schlechtikkeiten als armer Moriz, alſo verdinen Buß mit ſtil von der Pick, wit mehr und haben gegeben mit großem Eifer ſiner ſele zu nützzn; und Fanfulla im anfang ushalte; dann aber nit mehr Fn gaben armem Moriz arge ſchläg. und wir verliere alle zwei den Kopf und gerathen in großen zorn und armer Moriz haben das Unglück; nit zu ſehe im Finſtern; und ſchlage uf den Kopf den armen Fanfulla: Dieſer zu Bo⸗ den fallen guten Moriz, Du mich ſchicken in paradis, ich Dir dankenund guter Fanfulla nit wollen ſagen noch ein wort, weil todt ſin, und ich müſſen jammern und jam⸗ mern und immer jammern bis min Her mir haben ver⸗ zichen

Bindos Leichnam wurde auf dem Schlachtfelde aufge⸗ hoben und ehrenvoll begraben. Als man ihn entkleidete, fand man auf ſeiner Bruſt eine lange Locke von weißen Haaren: