Teil eines Werkes 
8.-10. Bdchn. (1845)
Entstehung
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der Freiheit gar keine Rede iſt, von den öffentlichen In⸗ tereſſen nur ſehr wenig, und daß ſogar die Zurückberufung der Verbannten nicht frei geſchehen ſolle, ſondern nur be⸗ dingt und beſchränkt, nicht anders, als ob ſie nur aus Gnade gewährt würde, ſo wiſſen wir Nichts weiter zu er⸗ wiedern, als daß wir alle entſchloſſen ſind, frei zu leben und zu ſterben, wie wir geboren wurden und niemals zu Gunſten unſeres Privatvortheils die Reinheit und Offenheit unſerer Seele zu beflecken, noch weniger es an der Vater⸗ landsliebe fehlen zu laſſen, welche mit Recht als ein Er⸗ forderniß aller guten Bürger gilt.

Varchi, welchem wir dieſe Antwort abgekürzt entnom⸗ men haben, fügt hinzu:

Es war eine denkwürdige Thatſache, daß Keiner von ihnen die Gnade annehmen wollte, die der Spruch des Kaiſers ihnen bot, in ihr Vaterland zurück kehren zu dürfen und ſich der Ehrenſtellen und Würden zu freuen, welche die anderen Bürger genoſſen, obgleich der größte Theil der Verbannten in ſchlimmen Umſtänden und ſehr arm war.

Als die Unterhandlungen mißlungen waren, verſuchten ſie die Gewalt der Waffen, und nachdem der Herzog Aleſ⸗ ſandro durch Lorenzino ermordet worden war, griffen fie Coſino, ſeinen erſten Nachfolger, an. Ihr Anführer war Pierv Strozzi, ein kühner, aber eben ſo unglücklicher Feld⸗ herr, welcher bei Seſtino und Monte Murrlo Nachtheile erlitt(wo Baccio Valori und Philippo Strozzi gefangen genommen wurden), zuletzt aber von M. di Marignano ganz auf's Haupt geſchlagen wurden in der Schlacht bei Marciano oder Scanogello und bei Siena.

Bindo und Fanfulla, der Letztere ein Greis über ſechs⸗ zig, der Erſtere ein Mann über vierzig Jahre, welche ſo lange Zeit hindurch gutes und ſchlechtes Glück getheilt hatten und ſich mit gleichen Hoffnungen, Befürchtungen und Gefahren wie Brüder liebten, fiel der Erſtere in der Schlacht, der Zweite in der Nacht vorher. Was Lam⸗