Teil eines Werkes 
8.-10. Bdchn. (1845)
Entstehung
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ſen ſeiner ſelbſt und ſeines eigenen Vortheils, mit jener Kühnheit und jenem unbeugſamen Stolze thätig, die ihn zum lebendigen und wahren Ebenbilde ſeines Vaters Nic⸗ colo machten. Im Jahre 1535 befand er ſich zu Neapel mit den Vornehmſten ſeiner Partei, welche dort zuſam⸗ menſtrömten, um Karl V. zu bitten, daß die Artikel des Uebergabsvertrags von Florenz beſſer gehalten würden.

Der Kaiſer hörte ihre Beſchwerden an, welche der Geſchichtsſchreiber Jacobo Nardi in einer langen Rede vortrug. Er hörte auch die Antwort des Herzogs Aleſ⸗ ſandro. Er gab den Verbannten gute Worte und dem Herzog Recht, ſtellte jedoch einige Bedingungen, unter die Erſteren in ihr Vaterland ſollten zurückkehren dürfen.

Die ſtolze und großherzige Antwort der Verbannten.

wird, ſo lange die Welt währt, allen denjenigen zum Mu⸗ 5. dienen, welche ſich in ähnlicher und gleicher Lage be⸗ inden. Wir ſind nicht hieher gekommen, entgegneten ſie, um Eure kaiſerliche Majeſtät zu fragen, unter welchen Bedingungen wir dem Herzog Aleſſandro dienen ſollen, noch um gewiſſermaßen eine Verzeihung von ihm zu er⸗ halten für das, was wir freiwillig und gerechterweiſe für die Freiheit unſeres Vaterlandes gethan haben, noch we⸗ niger, um als Sklaven in die Stadt zurückzukehren, die wir vor kurzer Zeit als freie Männer verlaſſen haben, da⸗ mit unſere Güter uns wieder gegeben werden; wohl aber haben wir unſere Zuflucht zu Eurer Majeſtät genommen, indem wir uns auf Eure Gerechtigkeit und auf Euer gu⸗ tes Herz verließen, damit es Euch gefalle, unſerer Stadt ihre unverletzte und wahre Freiheit wieder zu geben, wie

ſie von Eurem Diener und Bevollmächtigten im Jahre

1530 in Eurem Namen uns zu erhalten verſprochen wor⸗ den iſt. Da wir nun ſehen, daß man mehr Rückſicht da⸗ für hat, dem Herzog Aleſſandro zu genügen, als die Ge⸗ rechtigkeit unſerer guten Sache zu unterſuchen, daß von