Teil eines Werkes 
8.-10. Bdchn. (1845)
Entstehung
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Florenz ſeine Freiheit wieder zu geben, beitragen könnten. In der erſten Beſtürzung über ihre ſchwere Niederlage konnten die verbannten Piagnoni, in verſchiedenen italieni⸗ ſchen Städten zerſtreut, nur langſam wieder dahin ge⸗ bracht werden, zu hoffen und neue Plane für die Zukunft zu faſſen, wie, wenn ein Blitzſtral eingeſchlagen hat, die Menſchen eine Zeitlang nicht vermögen, einander ins Ge⸗ ſicht zu ſehen. Bald jedoch begannen ſie ſich einander zu nähern, Unterredungen anzuſtellen und Briefe zu wechſeln, und jenes Gewebe von zerſtreuten, ſchwachen und mißver⸗ ſtandenen Unternehmungen anzuſpinnen, welche, anſtatt die Ketten der Florentiner zu zerreißen, ſie nur feſter ſchmie⸗ deten. Die beiden Verwandten beſchloſſen, an Allem Theil zu nehmen, was ſich in dieſer Bei unternehmen laſſe und beſtimmten, daß Lamberto zurückbleiben, Bindo aber eine Reiſe durch die Städte Italiens antreten ſolle, in welchen ſich die meiſten Verbannten aufhielten, um, ſobald er eine günſtige Gelegenheit bemerke, ſeinem Schwager Nachricht zu geben, welcher nicht zögern Lürde, dahin zu eilen, wohin ihn noch heiligere Pilichten als die der Fa⸗ milie riefen. Bindo reiſte ab und wurde von Fanfulla begleitet, der durchaus keine Luſt hatte, wieder zu dem Mönchsleben zurückzukehren, in welchem er genug Erfah⸗ rungen gemacht hatte.

Da wir einmal daran ſind, von dieſen beiden Helden unſerer Erzählung zu ſprechen, ſo wollen wir in Kürze und ohne uns darüber zu bekümmern, unſerer Zeit vorauszu⸗ eilen, Alles erzählen, was wir von ihnen wiſſen, damit wir den Faden für das Wenige, was uns noch zu erzäh⸗ len übrig iſt, nicht unterbrechen.

Bei allen Unternehmungen, ſeien es Waffenthaten oder politiſche Ränke, durch welche die verbannten Floren⸗ tiner die Verfaſſung ihrer Vaterſtadt zu verändern ſuch⸗ ten, bis zur Einnahme von Siena im Jahre 1555, durch welche alle Hoffnung, ſich dem mediceiſchen Joch zu ent⸗ ziehen, für immer erloſch, war Bindo mit jenem Vergeſ⸗