Teil eines Werkes 
8.-10. Bdchn. (1845)
Entstehung
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ſich nach Serravezza zurück, wo man nach den Ueberliefe⸗ rungen der Sage noch heutzutage die Häuſer dieſer Flücht⸗ linge zeigt.

Mitten in den Apuaniſchen Bergen, welche derjenige, der über Pietraſenta von Luna nach Sarzana reiſ't, zu ſeiner Rechten ihre unbewaldeten ſteilen Spitzen, von wel⸗ chen mächtige Felsblöcke niederſchauen in den mannigfal⸗ tigſten Formen und Färbungen ſich erheben ſieht, mitten in dieſen Bergen öffnet ſich mit vielen Wendungen ein enges Thal, durch welches die Verſilia, unter dem Schat⸗ ten alter Kaſtanienwälder, ihre reinen Wellen ergießt. Der Eingang dieſes Thales wird durch zwei ſteile felſige Höhen verdeckt, ſo daß er aus der Ferne nicht geſehen werden kann, als hätte die Natur dieſen Ort mit liebevoller Vor⸗ ſorge zu einer Zuflucht der Schwachen gegen die Gewalt⸗ thätigkeit der Stärkeren beſtimmt.

Wenn man dem Laufe der Verſilia eine Meile auf⸗ wärts folgt, gelangt man nach Serravezza, wo ſich das Thal durch die Vereinigung dieſes Fluſſes mit einem an⸗ dern Waldbach erweitert, der von dem Monte Aliſſimo herabfließt. Dort hatten ſich gegen das Ende des Sep⸗ tembers Lamberto, ſeine Braut und ſein Schwager zuſam⸗ mengefunden, Selvaggig, Fanfulla, Moriz und der kleine Arriguccio befanden ſich ébenfalls in ihrer Geſellſchaft.

Sie hatten die Zeit, welche ſeit Niccolo's Tode ver⸗ floſſen war, zu Monte Murrlo zugebracht, wo Laudomia, wie wir geſehen haben, krank zurückgeblieben war. Die ſchreckliche Nachricht von dem Tode ihres Vaters hatte ihr nicht verborgen bleiben können und ihr Leben war dadurch in noch größere Gefahr gerathen; kaum ſeit einer Woche hatte ſie ihr Haupt vom Kiſſen erheben können. Ihre Ge⸗ neſung war langſam und wurde noch durch das ſchmerz⸗ liche, unauslöſchliche Andenken an ihren Vater, ihre Brü⸗ der, das Vaterland und den hoffnungsloſen Zuſtand Liſa's erſchwert, die man aus Florenz dorthin geführt hatte. Der Letztern Zuſtand riß zwiſchen einer geliebten Perſon