Teil eines Werkes 
8.-10. Bdchn. (1845)
Entstehung
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ter geſtellt waren. Am Altare las der Bruder Benedetto die Meſſe in ſchwarzem Gewand, gerade auf dieſelbe Weiſe, wie ſie im erſten Kapitel dieſes Buchs beſchrieben worden iſt. Auf dem Katafalk lag bie Leiche Niccolo's im Dominikanergewande; er ſchien zu ſchlafen, ſo unent⸗ ſtellt und heiter waren ſeine Züge.

Lamberto, Bindo, Fanfulla, Moritz, Bozza und eine Menge von Handarbeitern aus dem gemeinen Volk beteten knieend umher, ſchweigend und ohne eine andere Bewe⸗ gung, als daß ſie bisweilen mit der umgekehrten Hand ihre Augen trockneten.

Die Meſſe war aus, die Leichenfeier geendet; einige Kloſterdiener traten heran und hoben mit eiſernen Hebeln einen Stein empor, welcher eine Gruft vor dem Altar der Madonna bedeckte. Lamberto, Bindo und die Uebrigen nahmen den Körper ſammt dem Leichentuch, auf welchem er ausgeſtreckt lag und legten ihn vorſichtig, ohne ihn aus ſeiner Lage zu bringen, in die Gruft. Der Stein wurde wieder an ſeinen Ort gelegt. Die armen Künſtler beteteſ und weinten ein wenig über ihm, dann gingen ſie nach einander von dannen und nur Bindo, Lamberto, Fanfulla und Moritz blieben in der Kirche zurück.

Beide Brüder knieten nieder auf den Stein, der Niccolo bedeckte, faßten einander bei den Händen und Lamberto ſagte mit lauter und feſter Stimme:

Wir ſchwören Gott und Dir, lieber Vater, uns beſtändig, ſo lange unſer Leben währt, zu bemühen, daß wir Florenz befreien und wieder in daſſelbe zurückkehren und daß wir die Waffen niemals niederlegen wollen, um ſeine Feinde bis in den Tod zu bekämpfen.

Hierauf erhoben ſie ſich und verließen die Kirche.