Teil eines Werkes 
8.-10. Bdchn. (1845)
Entstehung
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tiefes Athmen unterbrach allein das Schweigen und man mochte erkennen, wie viele Tugend einem Manne inwohnen müſſe, der ſo ſeinem Tode entgegen ging.

Endlich zeigte ein langer und tiefer Athemzug an, daß er im Vegriff ſei zu erwachen; er erwachte wirklich, hob Haupt langſam empor, legte ſeine Hand darauf und agte:

Ihr habt mir eine große Erleichterung verſchafft, Bruder Benedetto, Gott lohne es Euch! O was für Dinge, ſagte er mit ſtralendem Lächeln,was für ſchöne und göttliche Dinge habe ich in dieſem Schlummer ge⸗ ſehen. Mein Gott, du biſt allzu gnädig gegen deinen armen Knecht!... Auch geſtern Nacht hat er mich ge⸗ würdigt, ſeine Herrlichkeit zu ſehen Er ſendete ſeinen heiligen Märtyrer, mich zu beſuchen.. O Bruder Be⸗ nedetto, welche Wonne! Er iſt wieder gekommen! Ich ſah ihn da vor mir und er tröſtete mich!... Quid retri- puam Domino? Wie kann ich in meiner Niedrigkeit für eine ſo große Gabe der göttlichen Gnade danken! Jetzt fühle ich mich voll der Kraft, die nur Gott geben kann, voll der Lebendigkeit, die nur er verleiht, die nicht gebro⸗ chen wird, noch zu Grunde geht.

So danke ihm denn! Laßt uns ihm Alle mit ein⸗ einander danken! ſagte der Mönch voll der innigſten Freude, den gebeugten Greis ſo getröſtet zu ſehen. Ja, erwiederte er,Ehre ſei Gott in der Höhe des Himmels! Bereiten wir uns, in ſeine Herrlichkeit einzu⸗ gehen!.

Da jetzt Niccvlo ſich freier fühlte, verlangte er zu beichten; und da dieſes geendigt war, empfing er die Sterbeſaeramente. Bruder Benedetto ging an den Altar, ließ andere Lichter anzünden und bekleidete ſich mit dem prieſterlichen Schmuck.

Die Mönche zündeten jeder eine Fakel an und ſtellten ſich im Halbkreis um den Altar. Nur zwei von ihnen, Lamberto und Bindo, näherten ſich Niccvlo, legten ein