Teil eines Werkes 
8.-10. Bdchn. (1845)
Entstehung
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tiefer in den Rücken ſeines Feindes eingehauen, ſo feſt hielt er ihn und ließ ſich, ihn nachziehend, in den Strom hinab⸗ fallen. Die Wellen öffneten ſich und ſpritzten empor und ſchloſſen ſich ſogleich über die Gefallenen wieder, und da dort gerade einige beſonders tiefe Stellen waren, ſo kamen ſie, in der Tiefe fortgetrieben, erſt nach langer Zeit wieder zum Vorſchein, ſich über einander wälzend und immer feſt umklammert haltend; bald darauf verſchwanden ſie wieder und wurden nicht mehr geſehen.

Als Lamberto und Bindo dieſe That bemerkten und Vieri todt auf dem Boden liegen ſahen, ſtießen ſie ein furchtbares Geſchrei aus und wollten ſich in der Ver⸗ zweiflung mitten unter die Feinde, einem ſichern Tod ent⸗ gegen ſtürzen, denn obgleich ſie durch ein wahres Wunder noch keine ſchwerere Wunde davon getragen hatten, ſo blu⸗ teten ſie doch an mehreren Theilen des Körpers und ihre Kräfte fingen an nachzulaſſen, weil ſie ſchon mehrere Stun⸗ den in einer ſo drückenden Hitze kämpften, daß ihre Rü⸗ ſtungen von der Sonnenhitze beinahe glühten, aber Fan⸗ fulla, der durch lange Angewöhnung an ſolche Scenen den Kopf nie verlor, ſah wohl ein, daß es nicht Zeit ſei, da⸗ ran zu denken, die Todten zu rächen, ſondern vielmehr die Lebenden zu retten, und fand ein Mittel, die beiden noch übrigen Angehörigen des Hauſes Lapi aus dieſem verzwei⸗ felten Handgemenge zu ziehen. Er ergriff den Augenblick, da die Feinde, erſtaunt über die wilde That Averardo's, ein wenig ausruhten und um zu ſehen, wie die in den Fluß Gefallenen enden würden, und ſagte raſch zu Lamberto:

Wir wollen Bindo retten, denn hier iſt Alles vor⸗ bei, Ihr auf dieſer und ich auf jener Seite wollen wir ihn in den Arno ziehen und wo möglich übergehen.

Lamberto war aus Schmerz über die geſcheiterte Un⸗ ternehmung und über den Tod ſeiner beiden Verwandten ganz außer ſich gerathen und hatte wirklich ebenfalls den Tod ſuchen wollenz nun aber erinnerte er ſich plötzlich an Niccolo und Laudomia und der Gedanke kam ihm zu gräß⸗