Teil eines Werkes 
8.-10. Bdchn. (1845)
Entstehung
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geweſen wäre, als ſie wirklich war, und wenn nicht der größte Theil der Spanier und Lanzenreiter vom Kampſfplatz fortgeeilt wäre, um die leeren Quartiere der Italiener auszurauben, welche der Plünderung preisgegeben, nieder⸗ gebrannt und mit unglaublicher Wuth und Habgier zer⸗ ſtört wurden.

Deſſen ungeachtet waren es diejenigen, bei welchen die Wuth den Geiz überwog, nur zu Viele gegen die kleine Anzahl der Unſerigen, die es nicht dulden mochten, daß eine handvoll Männer nicht nur ſie aufzuhalten, ſondern ſogar ihnen zu trotzen vermöge. Sie drangen mit Schimpf⸗ worten und Schmähungen auf die Tapfern ein, welche ſich wie eingeſchloſſene reißende Thiere bis auf den Tod ver⸗ theidigten. In dieſem Augenblick ſank von einer Streitart getroffen der arme Vieri todt nieder; Averardo, der es allein von den Brüdern bemerkte, wendete ſich wüthend gegen den Thäter, aber zu gleicher Zeit traf ihn eine Büch⸗ ſenkugel, die ihm das rechte Bein abſchlug; er fiel neben dem Leichnam ſeines Bruders auf die Knie nieder, eine Pandbreit vom Ufer, das hier ſteil gegen den Fluß abhing. Als er ſich ſo in ſeiner Rache gehemmt ſah, nahmen ſeine ohnehin ſchon wilden Züge einen furchtbaren Ausdruck anz er knirſchte mit den Zähnen, ſeine Augen ſprühten Feuer, daß Vieri's Mörder mit zum Schlag ausgeholtem Schwerte wie gebannt ſtehen blieb und Averardo, der ihn ſonſt nicht erreichen konnte, ſchleuderte den Degen nach ihm und traf ihn mit dem Griff auf den Bruſtharniſch, ſo daß er zurück taumelte. Dieſer raffte ſich auf und hoffte beim Anblick der reichen Rüſtung des Gefallenen ein bedeutendes Löſe⸗ geld zu gewinnen, wenn er ihn zum Gefangenen mache, was ihm, da jener entwaffnet war, ohne Widerſtand ge⸗ lingen zu können ſchien.

Kaum war er jedoch ſo nahe, daß er erfaßt werden konnte, ſo warf ſich Averardo auf ihn, indem er ſich mit äußerſter Kraftanſtrengung auf ſein noch unverletztes Bein ethob, und niemals hat ein Bär im Kampfe ſeine Klauen