zuerſt in Unordnung zu gerathen anfingen, und immer mehr wuchs der Muth und die Anſtrengung der Italiener, immer augenfälliger begannen die Spanler zurückzuweichen, wäh⸗ rend ſie ſich immer noch muthig genug vertheidigten, daß es keine Flucht genannt werden konnte.
„Da ſind ſie! Da ſind ſie!“ riefen unſere jungen Helden, und die Hauptleute der italieniſchen Scharen winkten denen, welche aus der Porta Sb Friano gezogen waren:„Da kommen die Unſrigen uns zu Hilfe!“
Das muthige, ungeſtüme Andringen der Italiener wuchs bei dieſer Nachricht, bei Einigen durch die Hofſnung auf Verſtärkung, bei Andern, um jene nicht zeitig genug ankommen zu laſſen, die Ehre des Sieges mit ihnen zu theilen; immer weiter wichen die Spanier zurück, Einige ſogar begaben ſich unverhohlen auf die Flucht und verließen das Treffen. Ihre Gegner folgten ihnen, von freudiger Kampfwuth berauſcht, auf Leben und Tod. Durch dieſe Bewegung wurde das Schlachtfeld auf einen andern Ort verlegt und derjenige Punkt, wo bisher geſtritten worden ſi von mehr als ſechshundert Leichnamen bedeckt, ver⸗ aſſen.
Warum aber machten jene Scharen, die aus den
Thoren gezogen waren, ſo nahe an der Stadt Halt? Weil ſie, nicht wie die Kämpfer glaubten, deßhalb kamen, um ſich mit ihnen zu vereinigen, ſondern von Malateſta ge⸗ ſendet waren, der ſie aus Corſen und Peruginern zuſamen⸗ geſetzt hatte, auf die er ſich am meiſten verlaſſen konnte; ſie ſollten blos beobachten, welchen Ausgang die Sache nehmen würde und zugleich Lie Soldaten abſchrecken, welche etwa in Florenz Luſt gehabt haben könnten, ſich zu empören und ihren Landsleuten zu Hülfe zu ziehen. Die⸗ ſes war die Wirkung des Blatts, welches Troilo in St. Marco geſchrieben hatte.
Dennoch hätte auch ohne dieſe Verſtärkung der Sieg für die italieniſche Partei entſchieden ſein können; aber
es ſtand im Himmel geſchrieben, daß auch bei dieſer Ge⸗


