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man Nichts in dieſem Gedränge) Wuthgeheul, Flüche, Stöhnen, Schmerzgeſchrei und manchmal auch ein from⸗ mes Flehen zur göttlichen Barmherzigkeit. Da der Boden ein wenig abhängig war, ſo floß das Blut in kleinen Bä⸗ chen aus den Reihen der Kämpfer hervor und ſammelte ſich an tieferen Orten zu Pfützen, ſo viele Todte hatte bereits ein Kampf von wenig mehr als einer Stunde ge⸗ koſtet, ohne daß man noch irgend vorherſehen konnte, wem die Ehre des Tages bleiben würde.
Lange konnte übrigens ein ſo blutiges Gefecht nicht unentſchieden bleiben und gerade jetzt ſollte die Wage ſich gegen die eine oder die andere Seite ſenken.
Unſere jungen Helden, welche mit Fanfulla in den erſten Reihen mit aller Tapferkeit und mit dem größten Ungeſtüm kämpften, ſtritten, beſtändig dicht um die Fahne gedrängt, trieſend von Schweiß und Blut, unter einem Haufen von Leichen, über welche ihre Füße jeden Augen⸗ blick ſtrauchelten, denn an den freien Plätzen war ſelbſt der Erdboden durch das Blut ſchlüpfrig geworden. Auf einmal ſahen ſie über den vordern Reihen, von einem dich⸗ ten Schwarm der Feinde beſchützt, die Hauptfahne der Spanier flattern, die ein Bannerträger von furchtbarem Ausſehen hielt, dem die Natur, was bei dieſer Nation ſel⸗ ten vorkommt, einen ſehr hohen Wuchs und rieſenmäßigen Körperbau verliehen hatte.
Jetzt erkannte Lamberto, daß der entſcheidende Angen⸗ blick gekommen ſei, von deſſen geſchickter Benützung das Schlachtenglück abhängt. Er gab Fanfulla einen Wink, der gerade eine Kraftanſtrengung machte, um ſein Schwert aus dem Körper eines Spaniers zu ziehen, den er getödtet hatte, mit den Worten:„Sie haben ſieben Seelen und ein Leben wie eine Katze; ſo lange ſie noch Blut übrig haben, wollen ſie nicht ſterben.“
Lamberto, ſage ich, rief den Seinigen zu:
„Auf die Fahne, tapfere Männer! Die Fahne zu
Boden und der Tag iſt unſer!“


