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ſah man durch den ſchnellen Fall Verwundeter oder Ge⸗ tödteter Lücken eutftehen, aber dieſe Lücken wurden augen⸗ blicklich wieder ausgefüllt, denn Andere traten auf die Ge⸗ fallenen, ohne darauf zu achten, ob es Freunde oder Feinde waren und nahmen deren Stelle ein, häufig, um bald darauf ebenfalls über ſie hinzufinken. Als der Rauch, welcher an einigen Punkten dichter emporgeſtiegen war, ſeinen Schatten über die Kämpfenden breitete, erblickte man in Ueſen Nebel gleich feurigen Zungen die Blitze der abgefeuerten Schüſſe, deren Licht erblaßte oder gänzlich verſchwand, wenn das Licht der Sonne den Rauch wieder zerſtreute.
Trotz„dem ungeheuren mißtönenden Lärm, welchen das fortwährende Schießen, das Wirbeln der Trommeln und das Zuſammenklirren der Waffen ve rurſachte, ver⸗ nahm man von Zeit zu Zeit den furchtbaren Siegesruf derjenigen Partei, welche einen t über die Andere t getragen zu haben glaubte, bald ſtieg der Ruf: „Italien!“ bald der:„Spanien!“ um Himmel empor und wurde von den Zuſchauern mit gleichem Geſchrei und mit Händeklatſchen empfangen, wie die alten Römer bei ihren Fechterſpielen im Circus zu thun pflegten.
Dieſes Schauſpiel aber, welches in der Ferne einen prachtvollen Anblick gewährte, der durch das Glänzen der Waffen, den Reichthum der Farben und Anderer Verzie⸗ rungen und die Schönheit des wolkenloſen Himmels, der Alles dieſes umſtralte, etwas Anmuthiges hatte, nahm ſich in der Nähe um ſo furchtbarer und tragiſcher aus. Da die Soldaten mit ſolcher Erbitterung kämpften, daß ſie ſich lieber mit den Hellebarden durchſtoßen ließen, als eine Hand breit wichen, ſo war es ein größeres Glück, wenn einer getödtet wurde, als wenn er nur verwundet zu Bo⸗ den fiel. Letztere nahmen ein viel beklagenswertheres Ende, denn ſie hauchten ihre Seele im letzten Todeskampfe unter den Fußtritten der vielen Nachdrängenden aus und man hörte unter den Beinen der Kämpfenden(denn ſehen konnte


