Teil eines Werkes 
8.-10. Bdchn. (1845)
Entstehung
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und mit gleichfalls geſenkten Waffen ſie erwarteten. Ihre gelben und rothen Banner flatterten, die Trommler, Pfei⸗ fer und die andern militäriſchen Inſtrumente machten ein Geräuſch, das bis zum Himmel drang und dem der Wie⸗ derhall und fernes Geſchrei im ganzen Lager antwortete. Bevor die beiden feindlichen Scharen auf einander ſtießen, hatte das Musketenfeuer begonnen; da und dort ſah man einzelne Soldaten ſtehen bleiben, ſchnell die Büchſe auf die Gabel legen, abfeuern und ſich gleich wieder auf den Weg machen, und bald ſah man die erſt noch fo glänzen⸗ den Scharen hier und dort in Rauch gehüllt, der auf ein⸗ mal weiß und dicht ſich um ſie wälzte, bald aber vom Winde auseinandergejagt und zerſtreut wurde.

Als aber die erſte Reihe der Italiener ſowohl mit dem Andrang ihres eigenen Ungeſtüms, als mit dem des Drucks der nachſtürmenden Scharen auf die Schlachtreihe der Spanier ſtieß, erhob ſich ein noch ſtärkeres Getöſe von Schwerthieben, die auf die ehernen Rüſtungen fielen, ähn⸗ lich dem dumpftönenden Brauſen des Meeres, wenn es ſich an einem fernen Felſenriff bricht oder vielmehr gleich dem furchtbaren Krachen zweier Kriegsſchiffe, welche ein hefti⸗ ger Sturm gegeneinander ſchleudert. In den Reihen der⸗ jenigen, welche von der Höhe aus dieſes furchtbare Schau⸗ ſpiel betrachteten, verſtummte auf einmal alles Geſchrei, jeder Laut ſogar, und Alle blickten aufmerkfam und ſtau⸗ nend auf dieſe beiden Maſſen von Menſchen, die ſich gegen⸗ einander drängend in einen Knäuel verwickelten und hin⸗ und herwogten, bald Boden gewinnend, bald wieder ver⸗ lierend, während jener Wald von Piken ſich bald vorwärts, bald rückwärts beugte und mitten unter dieſen, von dem Blitzen des Eiſens überfunkelt, Standarten, Banner und Federbüſche von tauſenderlei Farben erglänzten. In der Mitte, wo der wildeſte Kampf in nächſter Nähe tobte, wo die Bewegungen der Streiter raſcher, aber weniger geord⸗ net waren, funkelten die raſch geſchwungenen Schwerter blendend von den Stralen der Sonne; von Zeit zu Zeit