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eilte und keinen Augenblick auf einer Stelle bleiben konnte, nach der Schlacht begierig, wie das Roß nach dem Ren⸗ nen. Ihn zurückzuhalten, daran war nicht, zu denken. Lamberto winkte Fanfulla mit den Augen, ſagte aber kein Wort, damit der Jüngling es nicht hören ſolle und gab ihm nur durch Geberden zu verſtehen, ſie wollten in ſeiner Nähe bleiben und ihn vertheidigen. Fanfulla verſtand ſeine Meinung recht wohl und nickte ein paarmal mit dem Kopfe mit mehr Ausdruck, als Worte zu geben vermocht hätten.
So war Lamberto befriedigt und wendete ſich zu den Soldaten, die in Folge ſeiner muthigen Rede in ſtillſchwei⸗ gender Uebereinſtimmung ihn gleichſam für ihren Feldherrn bei dieſer Unternehmung hielten. Er erhob ſeine Stimme, damit ſo viele als möglich ihn hören konnten und rief mit ſtolzer Miene begeiſtert aus:
„Wohlan, meine Brüdec, wir ſind zur Stelle.. endlich einmal ſind wir in einem Kampfe begriffen, nicht für den, der uns bezahlt und zugleich verachtet, ſondern für uns, für unſere Nation, um in Gottesnamen zu ent⸗ ſcheiden, ob die Italiener wirklich verdienen, die Beute aller Völker, das Spielwerk und der Spott der ganzen Welt zu ſein. Gott ſei gedankt, endlich einmal iſt es mir vergönnt, gegen Feinde zu kämpfen, unter welchen ich kein einziges italieniſches Geſicht erblicke. Was brauche ich euch weiter zu ſagen! Florenz ſieht auf uns, auf uns das ganze Lager, die Blüthe aller Tapfern Europas!... Noch iſt es Zeit, wen es reut, der gehe mit Gott; wer Vaterland, Ehre und Ruhm liebt, der folge mir und haue mich nie⸗ der, wenn ich weiche.“
Die Trommler ſchlugen den Marſch und mit dem Rufe:„Es lebe Italien!“ der tauſendfach erſcholl, ſetzten ſich alle Scharen zugleich in Bewegung, zogen im Sturm⸗ ſchritt mit vorgeſtreckten Piken den Berg hinab, überſchrit⸗ ten die Straße und wurden mit den Spaniern handgemein, die unbeweglich mit dem Gegenruf;„Es lebe Spanien!“


