Teil eines Werkes 
8.-10. Bdchn. (1845)
Entstehung
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Beinkleider in weiten Falten bis zum Knie herabreichten, welche der Länge nach durch Streifen von Tuch zuſammen gehalten wurden, während die Beine mit einem engan⸗

ſchließenden Strumpf bedeckt waren, der ſo kräftige Mus⸗

keln erkennen ließ, daß ſie zu jeder Anſtrengung geeignet ſchienen. Bei der Schilderung ihrer gebräunten, kühnen, wahrhaft kriegeriſchen Geſichter, ihrer Bärte, deren Haar⸗ wuchs ſo ſtark war, daß man nur Augen und Naſe er⸗ blickte, ſo wie der ſonderbaren Stellungen und der Arm⸗ bewegung, die nur den Soldaten der damaligen Zeit eigen war wollen wir uns nicht aufhalten. Um eine Vor⸗ ſtellung dieſer Einzelheiten, ſo wie der Schlachtordnung der damaligen Heere zu geben, iſt der Pinſel geeigneter als die Feder, und ein Blick auf die Gemälde des Vaſari im Pallazzv Vecchio oder auf eine Sculptur des ſechszehnten Jahrhunderts gibt dentlicheren Aufſchluß als jede Be⸗ ſchreibung.

Während dieſe Truppen ſo entſchiedene Bewegungen zum Angriff machten, hielt es Don Ferrante nicht für ver⸗ einbar mit ſeiner Ehre, einen ſolchen Unfug überhand neh⸗ men zu laſſen, ohne irgend etwas zu thun, um ihm zu ſteuern. Ohne darauf Rückſicht zu nehmen, daß er ſein Anſehen auf's Spiel ſetzen könne, welches ohnehin, wie er wohl wußte, beim Heere nicht ſehr groß war, beſtieg er ein Maulthier und ging mit Vitelli und einigen wenigen Of⸗ fizieren den Meuterern entgegen. Als er ihnen nahe ge⸗ kommen war, erhob er die Hand und gab ein Zeichen, daß er ſprechen wolle und daß die Trommler ſchweigen ſoll⸗ ten, aber die Soldaten achteten nicht auf ihn, zogen wei⸗ ter und blickten ihn höhniſch anz ebenſo die Hauptleute, und nicht einmal die Trommler hörten auf zu ſchlagen. Er erhob die Stimme, um dieſes Getöſe zu überſchreien, aber höchſtens einzelne Worte oder Sylben ohne Zuſam⸗ menhang vermochten ſich ſo zu ſagen aus dem Schiffbruch ſeiner Rede zu retten. Dagegen konnte er viele beleidigende Worte vernehmen, die ihm mitten aus den Reihen von