Teil eines Werkes 
8.-10. Bdchn. (1845)
Entstehung
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Vernunft annehmen?... Jetzt iſt gerade die rechte Zeit, ſo wahr Gott lebt! Seht nur hin!

Wirklich erbebte gerade in dieſem Augenblick die Luft von dem Geſchrei der Empörer, von dem Befehlruf der Hauptleute, welche den Zug ordneten, von den lärmenden Wirbeln der Trommeln, dem ſcharfen Schrillen der Pfei⸗ fen... Man ſah jene gedrängten und tiefen Schlachtrei⸗

hen, denn die künſtliche Aufſtellung der heutigen Infanterie war noch nicht üblich; die Piken und Hellebawen glänzten gleich den Hecheln von aufwärtsgekehrten Vollkämmen. Man ſah die erſten ſchwerfälligen und wogerden Bewe⸗ gungen einer Heerſchar, die zu marſchiren bezinnt, und dieſe Leute ſahen wahrhaftig nicht aus, als ob ſie geneigt wären, ſich durch bloße Worte bändigen und mech Belie⸗ ben lenken zu laſſen.

Inzwiſchen ſtiegen die Truppen in Schlaatordnung den Hügel herab, manchmal ſich ſchwenkend oder abbre⸗ chend, bald aber wieder ſich zuſammenziehend, wr es die Lage des Orts und die Beſchaffenheit des Bodas ver⸗ langte, aber beſtändig in guter Ordnung. Vorn ind an den Seiten des Hauptzugs, der aus Hellebardieren bſtand, ſchritt eine beträchtliche Anzahl Büchſenſchützen enher, welche in der linken Hand den Schaft ihrer Büchſetru⸗ gen und in der rechten die Gabel und die brennende Lnte führten; Einige trugen ſtatt der Büchſen große zweihänige Schwerter, mit der Spitze nach oben gekehrt, wie ſie hut zu Tage noch in unſern Waffenſälen zum Schmuck at⸗ gehängt ſind und jedem beim erſten Anblick den Ausrf entlocken: Was für kräftige Arme müſſen unſere Vorfahre gehabt haben! Die Hauptleute und Unteroffiziere zogen i muthiger Haltung an der Spitze ihrer Scharen. An ih ren Armen hingen Tartſchen und Schilde, mit ganz ein⸗ gelegter Arbeit und zum Theil mit Gold verziert, mit Troddeln am äußerſten Rande behangen und am Mittel⸗ punkt mit einer ſcharfen Spitze verſehen. Sie trugen Bruſtpanzer und Beinſchienen von Stahl, unter welchen