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Auf dem freien Platze vor dem Thore del Gallv, der Giramonte in einer kleinen Entfernung beherrſcht, befand ſich Don Ferrante Gonzaga, Aleſſandro Vitelli, der Graf Pier Maria und viele von den Vornehmſten des Heers und beobachteten nichts weniger als vergnügt, wie bedenk⸗ lich dieſe Empörung zu werden drohte. Sie ſtanden eben ſo beſtürzt urd verwirrt beiſammen, wie jene Maulthier⸗ treiber, die uns oben zum Gleichniß gedient haben. Sie ſahen den Anfang eines Ereigniſſes, deſſen Ausgang ſie nicht vorher wiſſen konnten, und es war ihnen wohl be⸗ kannt, daß es bei den Soldaten wie bei den jungen Pfer⸗ den geht(auch hier trifft die Aehnlichkeit zu), wenn eines einmal de Kampf begonnen hat, ſo folgen gleich hunderte deſſen Beſpiel.
Vor der andern Seite begannen auch die ſpaniſchen Scharen, welche bei Bellosgnardo und Monte Uliveto la⸗ gerten ud wohl merkten, daß es auf ſie gemünzt ſei, ſich zuſammn zu ziehen, zu bewaffnen und in Ordnung zu ſtellen obgleich ſie nur ſehr ungern mit den Italienern anbamen, nicht gerade aus Feigheit, denn es war ein tapfers und auserwähltes Kriegsvolk, ſondern weil ſie lie⸗ ber zemeinſchaftliche Sache mit ihnen gemacht hätten, um mit Gewalt in Florenz einzudringen und es zu plündern.
Eben weil ſie der Hoffnung nach dieſer ſo ſehr er⸗ ſirbten Plünderung nicht entſagen mochten, entſchloſſen ſi ſich, zwei ihrer Hauptleute an Don Ferrante zu ſchi⸗ en und ihn zu bitten, ſich ins Mittel zu legen, indem ſie ihm anheimſtellten, die Genugthuung zu beſtimmen, die e unbeſchadet ihrer Ehre den Rtalienern zu leiſten hätten, im ſie wieder zu beruhigen und alles vergangene Unrecht wieder gut zu machen. Die beiden Abgeſandten begaben ſich nach dem Torre del Gallo und entledigten ſich bei dem Oberfeldhauptmann ihres Auftrags. Dieſer empfing ſie in übler Laune mit über die Bruſt gekreuzten Armen, und ſagte endlich zornig zu ihnen:
„Wie ſoll ich es denn anfangen, daß dieſe Teufel


