Teil eines Werkes 
8.-10. Bdchn. (1845)
Entstehung
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hatte, ſo ſch man jetzt nichts als Hände. Viele ſchwan⸗ gen ihre Shwerter, Piken und Musketen; zu gleicher Zeit erhob ſich ein mächtiges Geſchrei:Es lebe Italien! Nieder mi' den Spaniern! Während dieſe Leute ſo eif⸗ rig und bſtimmt ihren Beifall zu erkennen gaben, ſprang Lamberto freudig von dem Schanzkorb herunter, näherte ſich mit ſonfulla, mit ſeinen Verwandten und den Uebrigen, die von Florenz gekommen waren, der Hauptfahne, um die Scha um dieſelbe zu verſammeln, während die Haupt⸗ leute unb ihre Unterbefehlshaber ſich bemühten, ihre Leute zu ſamneln und zu ordnen, welche ſich, wie alle Krieger pflegen in Ordnung jeder zu ſeinem Fähnlein ſtellten.

Was that indeſſen Vitelli, der Hauptmann dieſer Truppn? Wie benahm ſich Don Ferrante Gonzaga, der Oberfildhauptmann des ganzen Heers, als ſie dieſe Vewe⸗ gung erblickten, dieſen Lärm vernahmen, welcher eine be⸗ vorſichende Meuterei und vielleicht ſogar offenen Aufruhr verkündete?

Sie machten es ungefähr, wie es manche Führer von hallwilden Pferden und Füllen machen, welche in der Campagna di Roma gefangen werden: ſie begnügten ſich damit, ſie zu führen, und ſich ſo gut als möglich in ge⸗ wöhnlichen Fällen Gehorſam zu verſchaffen; wenn aber aus irgend einem Grunde der Teufel in dieſe Thiere fährt, und ſie auf einmal in Zwiſt gerathen, ſchnaubend mit offe⸗ nen Naſenlöchern und ausgeſtrecktem Schweif hin und her rennen und ſich mit Biſſen und Schlägen angreifen und mit tauſenderlei ſonderbaren Sprüngen und Wendungen zu treffen ſuchen, ſo bemühen ſie ſich, durch Zureden und Streicheln die Ordnung herzuſtellen, wiſſen ſich aber dabei in einer klugen Entfernung von dem Kampfe zu halten, und wenn ſie bemerken, daß alles vergeblich iſt, ſo ſehen ſie zu und warten das Ende geduldig ab.

Gerade ſo machte es Don Ferrante: und es begeg⸗ nete den Feldherrn jener Zeit nur zu häufig, daß ſie be⸗ fehlen wollten, aber ſelbſt befehligt wurden, zum Unglück