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von, daß Ihr ſie jetzt geknechtet, arm und geſchändet zu Euren Füßen liegen ſeht? Hundert Strapazen, hundert Wunden und dafür dieſen elenden ſchäbigen Sold, wenn Ihr je ſo glücklich ſeid, daß er Euch wirklich ausbezahlt wird! Und die Schätze, das Vermögen, wer gewinnt dieſes? Jene Räuber, die Euch überdies verhöhnen und Euch Verräther und Schurken ſchimpfen! Glaubt Ihr, daß Ihr weniger gewonnen haben würdet, wenn Ihr ſtatt deſſen Euren Brüdern geholfen hättet? Und wäre es auch ſo geweſen! Ihr ſeid doch wahrhaftig nicht ſolche Leute, daß Such der Ruhm und die Ehre Eurer Nation nichts gelten ſollte. Wie ſtark ſind endlich die Feinde, die wir zu bekämpfen haben? Iſt es vielleicht eine Million von Kriegern? Sind es Zehn gegen Einen von uns? Es ſind wenige Tauſende! Seid nicht dagegen Ihr da? Ma⸗ chen nicht die italieniſchen Scharen faſt die Hälfte dieſes Lagers aus und wenn die Italiener, die innerhalb der Mauern ſind, ſich mit Euch vereinigen, werden wir dann nicht ſtark genug ſein, dieſe Beutelſchneider und Mörder mit einemmale zu vertilgen? In dieſer Abſicht bin ich und dieſe meine Gefährten und Fanfulla hier, der die Zierde unſeres Gewerbes iſt, herausgekommen, um uns Euch als Kampfgenoſſen anzubieten und mit Euch zu ſie⸗ gen oder zu ſterben, und ſobald wir das Handgemenge be⸗ gonnen haben, ſo werden die Unſrigen aus den Thoren ei⸗ nen Ausfall machen, um die Feinde von der Seite und im Rücken anzufallen und in kurzer Zeit werden wir das Land von dieſen Räubern gereinigt haben.
„Nun, im Namen Gottes, wer Herz hat und meinen Vorſchlag billigt, ſoll die Hand erheben, und wer nicht will, den können wir entbehren. Es leben die italieniſchen Truppen! Es lebe Florenz!“
Unter dieſem Ruf zog Lamberto ſein Schwert und ließ es in hundert kräftigen Schwingungen über ſeinem Haupte kreiſen, und wie die ganze Schar zu ſeinen Füßen bisher nur ein Moſaikgemälde von Geſichtern geſchienen


