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und nur ſchlechte Geſetze und ſchlechte Sitten verderben ſie und machen ſie ungleich. Zum Beweiſe deſſen: ſo oft wir in gutem Kriege Gelegenheit hatten, uns mit ihnen zu meſſen, wer gewann es? Sie oder wir? Hier iſt ge⸗ rade Einer(er deutete auf Fanfulla, den er eben in der
WMenge gewahrte), hier iſt Einer, der mich einen Lügner
ſchelten mag, wenn ich eine Lüge geſagt habe.“
Aller Augen blickten neugierig auf den Mann, von welchem Lamberto geſprochen hatte. Dieſer aber fuhr fort:
„Fanfulla, der zu den Dreizehn bei Barletta gehort hat, er ſoll ſagen, wie es da zugegangen iſt, wer den Sieg davon trug?... Wurde vielleicht, um dieſe drei⸗ zehn Franzoſen zu bekämpfen, ein Aufgebot durch ganz Italien erlaſſen, um die Tapferſten, die Kühnſten herbei⸗ zurufen? Wartete man ſo lange, bis man größere und breitſchultrige Männer zuſammengebracht hatte, als die Feinde waren? Sendete man zwei gegen einen?.. Dreizehn waren ſie und vreizehn wir; von denen, die man im Lager bei der Hand hatte, wählten wir unſere Beſten aus, aber ſie ebenfalls ihre Beſten. Wer ſiegte, frage ich
wieder? Sie ſind alſo nicht tapferer, wohl aber
klüger, oder um es beſſer auszudrücken, ſie ſind eben ſo ſchlecht als klug, denn ſie wiſſen Zwietracht unter uns auszuſtreuen und uns mit unſern eigenen Waſſen zu ſchlagen.
dieſes Gift in unſere Herzen, daß wir beſtändig gegen un⸗ ſere Brüder, gegen uns ſelbſt, gegen unſer eigenes Blut wüthen, während wir doch dieſelbe Sprache reden, wäh⸗
rend wir nur Eine Familie ſind! Eine Stadt iſt gegen
die andere, mit Waffen, mit Betrug, mit Ränken ſucht man ſich beſtändig zu ſchaden und einander ins Verderben zu ſtürzen; wem es gelingt, der dünkt ſich glücklich und glaubt etwas Großes gethan zu haben; und wenn wir
„Aber welche unſelige Wuth, welcher fluchwürdige Wahnſinn beherrſcht uns? Welcher hölliſche Dämon gießt


