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„Und Ihr, mein Vater, woher kommt Ihr?“
„Ich komme vom Lager. Ihr wißt ſchon, das Kleid des heiligen Franziskus ſchützt beſſer, als ein Panzer, und vamit kann man überall hin ſicher gehen. Wie?“
„Und wenn ich nun dahin gehen wollte 2
„Gott behüte Euch davor! Macht Euch davon hin⸗ weg, ſo ſchnell Ihr könnt, und aus Florenz auch, das wird das Beſte ſein. Wißt Ihr es denn nicht? Signor Don Ferrante hat einen Preis von vierhundert Goldgul⸗ den auf Euern Kopf geſetzt, weil Ihr für die Florentiner gekämpft habt. Gerade vor dem Thor bin ich an einer Abtheilung Lanzenreiter vorbeigegangen, die davon ſprachen, daß ſie Euch perſönlich kennen und daß ſie, wenn ſie Euch begegnen, Euch in Stücke hauen werden.“
Troilo ſpielte ſeine Rolle gut. Er dankte dem Mönch und ſtellte ſich, als ob er trotz deſſen ſeinen Weg fortſetzen wolle. Dieſer aber zerrte ihn an den Kleidern und be⸗ theuerte, er werde durchaus nicht zugeben, daß er einem unvermeidlichen Tode entgegen gehe, und Fanfulla und Bindo überredeten ihn ebenfalls zurückzukehren, da ſie wohl einſahen, daß ſie es zu keinem Kampf mit jenen Lanzen⸗ knechten kommen laſſen durften, während ſie einer wichti⸗ geren Unternehmung entgegen gingen, um das Lager nicht zu frühzeitig in Allarm zu bringen, und daß ſie allein doch zu ſchwach wären, ihren Gefährten zu retten. Fanfulla zog ihn auf die Seite, damit der Mönch ihn nicht hören ſolle und ſagte:
„Geh' nur, geh'! Auch in Florenz wirſt Du uns
nützen können, wenn Du mit den Soldaten ſprichſt, wie ich gethan habe und ſie überredeſt, daß ſie ausfallen, wenn ſie hoͤren, daß es zum Handgemenge gekommen iſt. In ihrer Mitte fürchte ich die Lanzenreiter nicht.“ Ohne eine Antwort abzuwarten, wandte er ihm den Rücken und ging mit Bindo von dannen, während Troilo innerlich lachend in Geſellſchaft des Mönchs längs des Arnoufers zurückkehrte.


