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Schweigen, das ſeiner Rede folgte, gaben den Worten des Greiſes eine nur zu deutliche und beredte Antwort.
Indeſſen hatte ſich das Gewitter, vom Sturme verjagt, nach der Gegend von Volterra hin verzogen. Nur von Zeit zu Zeit flammte noch ein Blitz auf, auf den das ferne Murren des Donners an das Ohr ſchlug.
Niccolos Schmerz war jetzt noch furchtbarer als damals, als die Einnahme der Stadt entſchieden wurde; er verlor jetzt die letzte Hoffnung; jetzt erſt war Flo⸗ renz unwiederruflich für ihn gefallen, jetzt erſt fühlte er, daß er wirklich ein Sklave der Medici geworden war.
Das Haupt auf die Hände geſtützt, die Ellenbogen auf die Kniee gelegt, ſaß er unbeweglich, ſo zu ſagen, vernichtet in der Unermeßlichkeit ſeines Kummers und hätte in dieſem Augenblicke Gott geſegnet, wenn er ihm den Tod geſendet hätte.
Der unglückliche Greis, und es ſtanden ihm noch ſo viele Leiden bevor!
Die Männer aus dem Volk und die Handwerker, die der glühenden Rede Riccolo's nur durch Schwei⸗ gen geantwortet hatten, da ſie mit dem richtigen Ge⸗ fühl, das ſich faſt immer bei Naturmenſchen findet, einſahen, daß es eine Thorheit ſei, jetzt länger wider⸗ ſtehen zu wollen, konnten den Anblick des Kummers und der Thränen dieſes Mannes, den ſie gewohnt wa⸗ ren als ihren gemeinſchatlichen Vater, als ein Weſen von höherer Beſchaffenheit und Begabung zu betrach⸗ ten, nicht aushalten; ſie waren, ſo zu ſagen, beſtürzt, daß auch er, gleich den Andern, dem Unglück und dem menſchlichen Leiden unterworfen ſein konnte, und lieb⸗ ten ihn ſo ſehr, daß dieſer Anblick ihr Herz zerriß und ſie ſich ſelbſt anklagten, als ob ſie an jedem Kum⸗ mer und an jedem Schaden, der ihn träfe, Schuld ſeien. Es begann ein Flüſtern unter dieſen armen Leuten, während Niccolo ſo unbeweglich, die Stirn in die Hände gelegt, daſaß; dem Einen entfuhren Seuf⸗ zer, die bald in Schluchzen übergingen, der Andere


