Teil eines Werkes 
5.-7. Bdchn. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

235

Als er heran getreten war, ſagte er mit finſterem Ge⸗

fichte:

Ich habe das Möglichſte gethan und Manchen aufgefiſcht; aber nur vom gemeinen Volk, von Euren Arbeitern in der Vorſtadt San MariaO dieſe find alle bereit und werden kommen, wohin Ihr wollt; ich bin von Haus zu Haus gegangen und Niemand iſt zurückgeblieben; ſogar die Weiber waren die erſten, welche ihren Männern Muth einſprachen. Geht, geht! ſagten ſie, Herr Niccolo weiß wohl, was zu thun iſt! leben wir nicht von ſeinem Brode? Es iſt alſo eure Pflicht, daß ihr euer Leben für ihn und das, was er im Sinne hat, aufs Spiel ſetzt.

So ermuthigten ſich dieſe armen Leute unter ein⸗ ander und machten ſich fertig, bald werdet ihr ſie hier erſcheinen ſehen; aber die Angemäſteten, die Geld⸗ leute unter den Bürgern, mit denen hat es eine andere Bewandtniß.

Er ſchüttelte den Kopf und ſeufzte.

Einige find flüchtig, Andere haben ſich verſteckt, wieder Andere waren nicht anzutreffen und die Wenigen, die ich geſehen habe.... da war es, als hörten ſie einen Unſinnigen, als ſagte ich die größte Thorheit. Was ſollte ſich jetzt noch thun laſſen? ſagten ſie; das iſt ja, wie wenn jemand ſeine Fauſt gegen den Him⸗ mel ſtrecken wollte! Viele verleugnen den Bruder Gi⸗ rolamo und ſagen: Endlich ſind wir aufgeklärt! und verwünſchen den Tag und die Stunde, da fie ihm ge⸗ glaubt haben. Villeicht liegt es blos an meinem ſchlechten Glück, vielleicht haben meine Brüder und Troilo mehr ausgerichtet. Es kann nicht mehr lange anſtehen, daß ſie kommen; wollen wir von ihnen beſ⸗ ſere Nachrichten hoffen!

Als Lamberto dieſe Worte geſprochen hatte, trat er auf die Seite, während Niccolo rief:Und da ſa⸗ gen ſie, Gott habe ſie verlaſſen! Gott habe ihnen nicht helfen wollen! während doch ſie es find, die ihn