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und ſtieg in die Kirche hinab, um zu warten, und Bruder Zaccaria ging von Zelle zu Zelle, um die Brüder aufzuwecken und zu benachrichtigen. Bei denen, auf die er das meiſte Vertrauen ſetzte, machte er den Anfang. Die Mönche traten aus ihren Zellen und man ſah ſie im Geſpräch über das eben Gehörte zu zweien oder zu dreien auf die Kirche zugehen, oder ſich in klei⸗ nen Kreiſen zuſammen finden und ſich unterhalten, die Einen nachdenklich und traurig, die Andern kühn und geſprächig. Sie erſchienen in ihren weißen Kutten, viele mit brennenden Wachslichtern in der Hand, die ihre Geſichter von unten beleuchteten; dieſe hatten größtentheils einen ernſten, wahrhaft männlichen Aus⸗ druck und erſchienen in der halben Beleuchtung eckiger, ſchroffer und runzliger als fonſt.
Die Lichter, die weiße Farbe der Kutten und der Mauer ließen das Gewölbe noch dunkler erſcheinen, da die Zellen, welche ſich in der Nähe des Schlaf⸗ ſaals befanden, nach einem eigenen Bauſyſtem eine eigene Unterdecke hatten, die ſie abſchloß und vor Kälte bewahrte.
In Kurzem war das ganze Konvent, das aus beinahe zweihundert Mönchen beſtand, in der Kirche beiſammen; der größere Theil von ihnen hatte ſeit ungefähr vierzig Jahren Antheil an den Schickſalen des Staates und an den Berathungen darüber gehabt; ſie waren an Gefahren, Revolutionen und Bürger⸗ kriege gewöhnt, daher hatte dieſe nächtliche Zuſammen⸗ kunft weder Erſtaunliches noch Schreckliches für ſie, denn in der vamaligen Zeit hatten auch diejenigen Männer, welche zu den friedlichen Ständen gehörten, etwas Kühnes und Kriegeriſches, welches der Fortſchritt der Civiliſation in der neueren Zeit mehr und mehr aus der Geſellſchaſt verwiſcht hat.
Indeſſen ſchlug eine im Hintergrunde des Schlaf⸗ ſaals angebrachte Uhr, auf einem engen und hohen Ka⸗ ſten von Nußbaumholz, in welchem ſich der Pendel


