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man ſonſt den Himmel ſah, außer daß der Winkel nach Norden von Zeit zu Zeit durch einen bleichen zuckenden Lichtſtrahl erhellt wurde, der an der Vorderſeite des Kloſters hinirrte und von Zeit zu Zeit die kleinen Fen⸗ ſter der Zellen, die Linien der Geſimſe und den Brun⸗ nen mitten im Hofe erkennen ließ; dann verſchwand wieder Alles in ein noch ſchwärzeres Dunkel als vor⸗ her und man glaubte(aber ſo ſchwach und fern, daß unmöglich zu erkennen war, von welcher Seite es kam) ein dumpfes fortdauerndes Rollen des Donners zu ver⸗ nehmen, ungefähr wie dasjenige, das ein ſchwerer Kör⸗ per hervorbringen würde, der in einem unterirdiſchen Gewölbe dahingeſchleift wird.
Niccolo ſtieg langſam und mit Mühe die Treppen hinan und befand ſich am Eingange des Schlafſaales im erſten Stock, der gegen die Straße del Maglio hinausſieht. Dort blieb er, um einige Augenblicke auszuruhen, vor einem Bilde der Verkündigung ſtehen, einem Frescogemälde, welches Bruder Angeliko auf die gegenüberſtehende Wand geworfen hatte.
Der Strahl einer kleinen Lampe, die dort brannte, fiel auf die einfachen und himmliſch ſchönen Züge der heiligen Jungfrau, die fromme und liebliche Erfindung eines unbefleckten, liebevollen Herzens, auf die erha⸗ bene und ehrwürdige Geſtalt des Erzengels mit großen, ausgebreiteten und zugeſpitzten Flügeln, mit den wal⸗ lenden Haaren, dem langen, bis zu den Füßen reichen⸗ den Gewand, welches die Form der Glieder mehr an⸗ deutet, als zeigt, auf die ſchlanken Säulen und die Schwibbogen eines Gewölbes, unter welchem die bei⸗ den Geſtalten angebracht waren. Vor dieſem Bilde beugte Niccolo ſein Haupt und faltete ſeine Hände. Er betete einige Augenblicke, flehte um die Unterſtützung des Himmels für die Unternehmung, die er ſich vor⸗ geſetzt hatte, und gelobte für den Fall eines glück⸗ lichen Ausgangs ſein ganzes noch übriges Vermögen auf den Bau einer Kirche zu Ehren der heiligen Jung⸗


