Teil eines Werkes 
5.-7. Bdchn. (1845)
Entstehung
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ſer, ich gebe es Euch zu; aber hier unter uns, wo uns Niemand hört, kann ich Euch fragen: Sind wir eben ſo ſehr dieſes Heeres gewiß? Sind wir gewiß, daß es nichts Anderes wollen wird, als wir? Werden dieſe Teufel von Deutſchen und Spaniern nach einer Belagerung von elf Monaten, nach ſo vielen Unfällen und Mühſeligkeiten ſich geneigt finden laſſen, der Plünderung von Florenz zu entſagen? Werden fie ſich mit dem doppelten Sold begnügen und ruhig ab⸗ ziehen, ohne irgend etwas gegen die Stadt zu unter⸗ nehmen? Wenn ſie nun Alles umkehren wollten, wer würde ſie daran verhindern oder zurückhalten können? Der Prinz iſt todt; Gian d'Urbino iſt todt und welche Gewalt hat Don Ferrante über dieſe Räuber? Wenn Florenz geplündert würde, ſo wißt Ihr ſo gut wie ich, was für einen Dank vom Pabſte wir dafür zu erwar⸗ ten hätten: Ihr, Herr Malateſta, dürftet darauf rech⸗ nen(um es gerade herauszuſagen), Perugia nie wie⸗ der zu ſehen, ich dürfte mein Leben, wer weiß wo? hinſchleppen, und von Troilo wäre gar nicht die Rede.

Die Worte des Baccio enthielten ſo viel Wahr⸗ ſcheinlichkeit, daß die beiden Andern darüber erſchraken, denn ſie hätten alles Andere in der Welt lieber gethan, als die Belohnung in die Schanze geſchlagen, welche jetzt die Hauptſache für ſie war.

Hört mich jetzt an, fuhr Baccio fort;ſo lange das Lager eins iſt und nur einen Willen hat, iſt es ſtärker als wir; aber wenn ich nicht irre, wird es nicht ſchwer ſein, Zwietracht in daſſelbe zu bringen. Wir wollen eine ſolche unter ihnen anfachen, dann werden ſie genug damit zu thun haben, wie ſie ihr Leben davon bringen, anſtatt daran zu denken, in Florenz

einzudringen.. Ihr werdet fragen, auf welche Art

ich ſie entzweien will? Dazu ſoll mir Niccolo und ſeine Piagnoni helfen. Nun, fuhr Baccio mit einem wohlgefälligen Lächeln fort, gebt mir nur eine