noch darauf an, ob ſich viele einfinden, die im jetzigen Augenblick noch verblendet und raſend genug find, um fich in eine ſolche Unternehmung zu ſtürzen; doch ſchien
mir die Sache zu wichtig, um ſie leichtſinnig zu über⸗ ſchen, daher wollte ich Euch um ſo lieber davon Nach⸗ richt geben, als ich felbſt an vieſer Berathung Theil nehmen ſoll und Euch daher in irgend etwas werde helfen können.“
„Du haſt recht wohl daran gethan, uns Nachricht hiervon zu geben,“ entgegnete Baccio,„denn viel⸗ leicht.. Laß mich einen Augenblick nachdenken.“
Als Malateſta bemerkte, wie Baccio die Hand auf das Kinn ſtützte und mit ernſtem gedankenvollem Ge⸗ ficht ſehr wichtige Betrachtungen über die Melvung Trvilo's anzuſtellen ſchien, ſagte er zu dieſem mit höh⸗ niſchem Lächeln:
„O, was glaubt Ihr, daß dieſe anfangen können? Wenn nicht, wie fſie ſich einbilden, die Engel vom Himmel kommen.... Das möchte ich aber einmal ſehen! Wenn die Engel mit dem Pabß Händel an⸗ fingen, das wäre eine ſchöne Geſchichte.“
Ohne auf dieſe Worte Acht zu geben, ſtreichelte Baccio ſein Kinn mit der Hand, drückte die Unterlippe vor, wiegte den Kopf, wie man das Für und Wider eints Planes überlegt und ſagte zuletzt entſchloſſen:
„Auch ich weiß, daß die Piagnoni uns jetzt wenig mehr ſchaden können Wie aber, wenn ſie uns zu Etwas helfen ſollten? Wenn wir durch ihre Thor⸗
heiten es dahin bringen können— Ich weiß wohl, was ich ſage.“
Hier unterbrach er ſeine Rede und verfiel wieder in Nachdenken und ſeine beiden Zuhörer blickten ihn an und warteten darauf, bis er ſeinen Plan entwickeln pe Alle Drei ſchwiegen eine Zeitlang, dann ſagte
accio:
„Sagt mir einmal, Herr Malateſta Der Uebergabsvertrag iſt alſo beſtätigt; die Stadt iſt un⸗


