Teil eines Werkes 
5.-7. Bdchn. (1845)
Entstehung
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weniger mager, er hatte eine geradere Haltung ange⸗ nommen und Baccio ſchien um zwanzig Jahre jünger geworden zu ſein. Sie empfingen ihn freudig, aber nicht mit gleicher Aufrichtigkeit; denn ſeit dem Siege hatten die Schurken bereits ihre Rollen vertauſcht und ihre Intereſſen konnten ſich von jetzt an nicht mehr ſonder⸗ lich mit einander vertragen. Baccio ſah ſich von den An⸗ forderungen aller derjenigen, deren er ſich zu ſeinen Zwecken bedient hatte, beſtürmt und gemahnt, ſeine glänzenden Verſprechungen zu erfüllen; wenn er ſich aber die Gunſt des Pabſtes Clemens erhalten und nicht Gefahr laufen wollte, ſelbſt leer auszugehen, ſo wußte er wohl, daß der beſte Rath, an den er ſich halten konnte, der war, welchen Guido von Monforte Bonifaz VIII. gab und Dante mit dem Vers ausdrückt:

Ein groß Verſprechen und ein kleines Halten.

Welchen ſchweren und ärgerlichen Kampf er zu beſtehen haben würde, ſah er ſchon aus den Anforde⸗ rungen des Malateſta, die er vernommen hatte und über welche er beim Eintritt Troilos mit ihm mäkelte.

Natürlich war es daher, daß der Anblick des Letzteren

ihm auch gerade nicht ſonderlich gelegen kam, wie wenn Jemand ſich mit einem unerbittlichen Gläubiger herumzankt und gleich darauf ein neuer dazukommt. Baccio war jedoch zu ſchlau, als daß er nicht ſeine Gedanken unter einem anmuthigen und gefälligen Be⸗ nehmen zu verſtecken gewußt, während Malateſta, ſo zu ſagen, daſſelbe Intereſſe wie Troilo hatte und einen Mitkämpfer in ihm erblickte, alſo nicht nöthig hatte, ſich zu verſtellen, wenn er ihn ein freundliches Geſicht ſehen ließ.

Er reichte ihm alſo die Hand und drückte ſie, dann ſagte er zu Valori:

Auch dieſer junge Mann hat ſich als Ehrenmann betragen und weder Mühen noch Gefahren geſcheut, und wenn Alles ſo nach dem Wunſche Seiner Heilig⸗ keit gegangen iſt, ſo hat man es gröbßtentheils ihm zu