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mit dem Auftrage zu unterhandeln, jedoch bei dem Ver⸗ trage auf der Beibehaltung der Freiheit von Florenz feſt zu beſtehen.
Dieſe Klauſel wird dem Leſer wie eine bittere Zronie vorkommen und der Erfolg lehrte, daß ſein Ur⸗ theil nicht unrichtig iſt. Aber es liegt in der menſch⸗ lichen Natur, ſich gerade dann am hartnäckigſten an Worte zu hängen, wenn die Wirklichkeit des mit ihnen verbundenen Begriffs verſchwinden will.
Die Geſandten zogen ab und begaben ſich in die Villa Guicciardini, welche den Beinamen Bugia führte, wo Baccio Valori ſein Quartier hatte. Sie unter⸗ hanbelten mit ihm und mit Don Ferrante und ſetzten nach langer Erörterung vie Bedingungen der Uebergabe feſt. Erſt mit einbrechender Nacht brachten fie dieſel⸗ ben nach Florenz.
Niccolo war, obgleich beinahe von Allen verlaſſen, immer an derſelben Stelle auf dem Marktplatze ge⸗ blieben. Als ihm angekündigt wurde, daß Alles vor⸗ über ſei, daß jede Hoffnung entſchwinde und daß Flo⸗ renz nun doch endlich in die Hände der Palleschi ge⸗ rathe, empfand er einen Kummer, der ſich nicht be⸗ ſchreiben läßt und jeden anvern, ſei es Verluſt der Güter oder der perſönlichen Freiheit und ſogar des Lebens übertraf, um ſo ſchmerzlicher, als er den uner⸗ ſchütterlichen Glauben an ein glückliches Ende ſein ganzes Leben hindurch genährt hatte. Höchſtens der Kummer, in einem Jugendfreunde einen Verräther zu finden, läßt ſich mit dieſem Schmerz vergleichen.
Wer möchte ſich die Umwälzung, welche in der Seele des alten Volksmannes vorging, vorſtellen, ge⸗ ſchweige denn ſie beſchreiben können? Plötzlich, wie wenn ein Schleier zerreißt, entſtand der Argwohn in ſeiner Seele, daß ihn der Bruder Girolamo getäuſcht habe.
Im Alter von neunzig Jahren erfuhr der unglück⸗ liche Greis, daß er noch nicht alles Elend des Lebens kennen gelernt habe. Während die Seinigen ihn trö⸗


