Teil eines Werkes 
5.-7. Bdchn. (1845)
Entstehung
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Seiten der Rathsherrn zu bitten, er möge ſein An⸗ ſehen anwenden, um dieſe jungen Leute von Sanct Spirito zu entfernen. Der Leſer kann ſich denken, ob ihm dieſe Bitte gewährt wurde; denn ſchon hatte Ma⸗ lateſta an dieſe Bürger geſchickt und ſie mit ſeinen ge⸗ wöhnlichen Verſprechungen der Herſtellung einer Oli⸗ archie gewonnen, wie ſfie es wünſchten. Er erklärte ſo bereit, ihnen zu helfen und ſagte dem Bevollmäch⸗ tigten der Rathsverſammlung gerade heraus, daß er es mit denen auf dem Platze Sanct Spirito halte i mit Niemand ſonſt, als mit ihnen, zu thun haben wolle.

Obgleich dieſer Aufruhr der Vornehmen, wegen der geringen Anzahl derſelben, nicht beſonders wichtig ſchien, war es doch der Schlag, der unter tauſend an⸗ dern zuletzt den Fall der Florentiniſchen Republik ert⸗ ſchied, gerade wie eine alte, feſtgewurzelte Eiche, welche umgehauen werden ſoll, nachdem das Beil durch lange Arbeit mit vielen Hieben ſie faſt durchſchnitten hat, durch einen leichten Stoß gefällt werden kann.

Die jungen Leute von Sanct Spirito kamen jetzt furchtlos auf den Marktplatz und ſtellten ſich in ſtei⸗ gender Unverſchämtheit unter dem Schutzdach der Pi⸗ ſani aufz; wo fſie ſich den Piagnoni drohend gegen⸗ über lagerten, und wenn ſie, wie es leicht hätte ge⸗ ſchehen können, in Kampf gerathen wären, ſo weiß Gott, welches Elend über die Stadt gekommen wäre; aber der Haufe der Letzteren war ſehr dünne gewor⸗ den, va ſich die meiſten in der Ueberzeugung entfernt hatten, daß ein längerer Kampf gegen das Schickſal nur größeren Nachtheil herbeiführen und weniger der Tod für das Vaterland, als der Untergang deſſelben durch die Hartnäckigkeit ſeiner Vertheidiger daraus entſpringen werde.