Teil eines Werkes 
5.-7. Bdchn. (1845)
Entstehung
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um die Zinnen der Thörme flatterten, und von Zeit zu Zeit das Schlagen der Uhren. Endlich muß auch Riccolo der Ermattung nachgeben; erſtützte ſein Haupt auf ein Beite, das aus den Mänteln ſeiner Söhne bereitet war und ſchlief zu den Füßen des Löwen, während dieſe ſtumm und nachdenklich an ſeiner Seite wachten.

Zwei Stunden vor Tag ſtieg der Mond, der im letzten Viertel war, bleich und matt über die Gebäude im Oſten hervor und beleuchtete mit Silberſchimmer das Angeſicht des ſchlafenden Greiſes. Lamberto hatte ihm unbemerkt die Blechhaube abgenommen und, unt ihn vor dem feuchten Nachtthau zu ſchützen, ihm den Saum eines der Mäntel über das Haupt gezogen und die erhabene und ruhige Heiterkeit, welche auf Nicco⸗ lo's Zügen lag, ſein regelmäßiger und tiefer Athem zeigten, daß ein tapferer und fleckenloſer Mann auch auf der nackten Erde im äußerſten Unglück und unter den größten Gefahren ruhig ſchlafen kann. Schwerlich fanden in dieſer Nacht und zu eben dieſer Stunde Karl v. und Clemens VlI. auf ihren Betten von Flaumfedern, Seide und Gold einen gleich ruhigen Schlaf.

Eine neue Verwirrung, welche durch lange Jn⸗ triguen vorbereitet war, brach nun aus, beſchleunigte Sturz des Staates und machte ihn noch ſchmerz⸗

er.

Die Partei der Vornehmen hatte ſich wirklich ent⸗ ſchloſſen, ſich von dem übrigen Volke loszuſagen. Vier⸗ hundert Jünglinge aus den vornehmſten Häuſern von Florenz traten mit dem erſten Erſcheinen der Morgen⸗ röthe auf dem Platze Sanct Spirito bewaffnet zuſam⸗ men, indem ſie nach Varchi's eigenen Worten die Hei⸗ ligkeit des Sacraments des Altars verletzten, das fie ſo vielmgl und auf ſo mancherlei Weiſe auf die Er⸗

haltung der Republik genommen hatten.

Sie wählten dieſen Ort, um Malateſta näher zu