Teil eines Werkes 
5.-7. Bdchn. (1845)
Entstehung
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Marktplatze im Winde flatterten, zeichnete ſich der goldene Löwe von San Giovanni aus, und in der erſten Reihe befand ſich Niccolo mit ſeinen Söhnen. Der grimmige Greis war gegen tauſend Bitten, gegen das Abmahnen der Freunde und das Schluchzen ſeiner Töchter taub geweſen und wollte an dieſem Tage für die Entſchei⸗ dung des Looſes von Florenz durchaus mitkämpfen; wenn auch nicht durch die Stärke des Arms, ſo hoffte er, und zwar mit Recht, durch ſein Beiſpiel zu helfen⸗ und welcher Fuß hätte ſich zurückziehen, welches Herz

wanken können, wo ein ſo muthiger und ehrwürdiger Mann gegenwärtig war.

Er hatte das Oberkleid abgelegt und ſtatt deſſen ein glänzendes Panzerhemd angezogen; er trug ein Schwert an der Seite und die Lanze in der Hand, ſtatt des Barett's eine Blechhaube, unter welcher die ehrwürdigen grauen Haare hervorſahen und ſeinen Hals bedeckten, während ein weißer und ebenſo dichter Bart bis auf ſeine Bruſt herabhing. Sein Wuchs ſchien nicht mehr durch die Jahre gebeugt, er ſtand aufrecht und hielt ſich feſt auf den Füßen, die ein we⸗ nig mager, aber von ftarken und ſchönen Verhältniſſen waren. Sein Blick leuchtete von dem Feuer der Ju⸗ gend und eine ungewohnte Glut röthete ſeine Wan⸗ gen. Trotz des Getümmels und der vielen Sorgen, welche die Menge bewegten, hatten Viele ihre Augen auf ihn gewendet, man deutete mit den Fingern auf ihn, unter Aeußerungen des Wohlwollens, der Bewun⸗ derung und der Ehrfurcht, während er unbeweglich ſtand und mit ruhigen und ſtolzen Augen, in welchen ein unwiderruflicher Entſchluß zu leſen war, umher⸗ blickte. Der unſtäte Schatten des Panners, das über ſeinem Haupte flatterte, bedeckte ihn bald und verdun⸗ kelte den Glanz ſeiner Waffen, bald entfernte er ſich und ließ ſie von Neuem in den Stralen der Sonne erglänzen.

Im Hof des Palagio war indeſſen der Gonfalo⸗