Teil eines Werkes 
5.-7. Bdchn. (1845)
Entstehung
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begriffen hätte, daß es nicht Zeit ſei zu Worten und Pralereien, ſondern zu kräftigem und raſchem Thun.

Unterdeſſen war Zati auf den Marktplatz zurück⸗ gekehrt und mit iihm der Notar und die beraubten Herolde. Ihre Kleider waren zerriſſen und das Volk ſah ſie verwundert in ſolchem Aufzuge das Palagio betreten. Kaum aber erfuhr man, was vorgefallen, ſo erhob ſich ein ſo fürchterliches Wuthgebrüll und Ge⸗ ſchrei nach Rache, daß die Berge und das Arnothal davon wiederhallten, und der Gonfaloniere ſeinen Tra⸗ banten zurief, ihm die Rüſtung zu bringen und das Pferd vorzuführen, indem er die beleidigte Republik um jeden Preis retten, und an der Spitze des ganzen Volkes gegen Malateſta ziehen wolle.Ich will ſehen, ſagte er,ob es ein Verräther allein mit ganz Flo⸗ renz aufnehmen kann. Der Befehl wurde im Nu ausgeführt, die Rüſtung kam, ein großes Schlachtroß ward an die Thüre geführt, deſſen Reitzeug ganz mit florentiniſchen Lilien überſät war. Das Volk reihte ſich unte die Zurüſtungen in Schlachtordnung, und man ſah die Menge ſich bewegen, ſich zertheilen und ſich wieder ſammeln. Zeder eilte zu ſeiner Fahne, ſetzte ſeine Waffen in Stand, der Eine zündete an der Lunte des Andern die ſeinige an, und unter dieſer Bewaff⸗ nung wurde ein dumpfes Brauſen gehört, gleich dem unterirdiſchen Getöſe eines Erdbebens. Dieſer Lärm wuchs und wurde durch das Sturmläuten der großen Glocke übertönt, die ſchon oft die letzte Stunde eines Verräthers verkündigt hatte. Die wohlklingenden tie⸗ fen Klänge des anſchlagenden Erzes hallten in jeder Bruſt wieder und zündeten neue Funken an, wie die Roſſe in der Schlacht durch das Schmettern der Trom⸗ peten angefeuert werden; denn dieſer Klang in einem Augenblicke bei ſo dringender Gefahr, ſchien die Stimme zu ſein, welches ſeine Söhne um Hilfe anrief.

Unter den Bannern der Stadtviertel, welche auf dem