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niere in voller Rüſtung erſchienen und zu Pferd ge⸗ ſtiegen. Er brach auf und die große Hauptfahne wehte ihm voran. Das Volk folgte in der ſchönſten Ordnung, ein Stadtviertel nach dem andern, die Trompeten vom Rathhauſe ſchmetterten, die Glocken vom Palagio und vieler Kirchen läuteten, man hörte den Ruf:„Es lebe der Löwe! Es lebe das Palagio! Tod den Verräthern! Nieder mit Malateſta!“ Die Erde ſchien unter ſo vie⸗ len Schritten zu zittern, die Mauern zu wanken, da der Schall ſo vieler Stimmen von ihnen abprallte, vermiſcht mit dem Klirren der Rüſtungen, die im Ge⸗ dränge an einander ſtießen, und dem Raſſeln der Pul⸗ verwagen, die über Vaccheveccia daherfuhren, um im Nothfall die Mauern und Thore des Palaſtes Mala⸗ teſta's einſchießen zu können. Jener aber hatte den Sturm, der ihm auf den Hals kommen ſollte, ſchon vorhergeſehen, und zu dem letzten und niederträchtigſten Vertheidigungs⸗ mittel gegriffen, das ihm übrig blieb, und zugleich das Fürchterlichſte und Sicherſte war, das ſich erdenken ließ, gegen welches das Florentiniſche Volk keinen Schutz hatte. Der Verräther ließ den Porro Stipiciano aus dem Caſtell di Pirro mit ſeinen Leuten in die Ver⸗ ſchanzungen eindringen und ſendete dem Margutte von Perugia Botſchaft, daß er das Thor von S. Pier Gat⸗ tolini angreifen ſollte, welches dieſer wüthend ſtürmte und den Hauptmann Altoriti, der es zu bewachen hatte, zurücktrieb.
Zu gleicher Zeit wendete dieſer die Kanonen, welche auf dem Thorthurme ſtanden, gegen die Stadt.
Das kaiſerliche Lager war durch Malateſta von dieſen Ereigniſſen in Kenntniß geſetzt; es erhob ſich und war bereit, auf ein Zeichen von ihm zu ſtürmen und in die Stadt zu dringen. Die wilden Horden der Deutſchen und Spanier ſchüttelten ihre Lanzen und ſtie⸗ ßen ein Jubelgeſchrei aus, in der Meinung, daß die Plünderung von Florenz bevorſtehe. Sie hofften auf


