Teil eines Werkes 
5.-7. Bdchn. (1845)
Entstehung
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WMalateſta hatte indeſſen voll ängſtlicher Beſorgniß ſeine peruginiſchen und corſiſchen Leibwachen, die ihm beſonders ergeben waren, um ſich geſammelt und ſo die Antwort aus dem Palagio erwartet, bald in trotzi⸗ ger Haltung, bald ſie durch Ermahnungen und Ver⸗ ſprechungen zu gewinnen ſuchend. Als Cencio die Ant⸗ wort der Rathsherrn überbracht hatte, erkannte er, daß ihm kein weiterer Ausweg blieb und entſchloß ſich, ſeinem Plan zu Folge ſeine Entlaſſung von der Stelle des Oberfeldhauptmanns zu fordern, um nicht einem Befehl gehorchen zu müſſen, der ihn um den Lohn ſeines Betrugs pringen könnte. Er glaubte übrigens nicht, daß dieſe Entlaſſung angenommen werden würde, ſondern hoffte im Gegentheil, die Standhaftigkeit der Florentiner auf dieſe Weiſe zu brechen und ſie dadurch, daß ſie keinen Feldherrn mehr hätten, zu zwingen, die Capitulation anzunehmen.

Er ſchrieb alſo einen langen Brief in dunkeln und zweideutigen Ausdrücken an die Rathsherrn(denn offen zu Werk zu gehen vermochte er nicht); er ſuchte dar⸗ zuthun, wie er ehrenvoll und treu die Pflicht eines Oberfeldherrn erfüllt und ſich alle Mühe gegeben habe, die Stadt von dieſer Belagerung zu entſetzen. Der Erfolg habe gezeigt, daß ſein Rath, keine Ausfälle zu unternehmen, gut geweſen ſei, und er wolle ſich mehr als je an dieſen halten, da durch ſo große Verluſte die Kräfte der Bürger geſchwächt und ihre Feinde ihnen ſo ſehr überlegen ſeien. Er könne es nicht mit an⸗ ſehen, daß eine ſo edle Stadt zu Grunde gehe, wenn man der entgegengeſetzten Meinung folge, und da die Rathsherren beſchloſſen hätten, es doch durchzuſetzen, 5 er lieber ſeine Entlaſſung nehmen und ab⸗

ehen.

Malateſta hatte auch den Stephano Colonna de⸗ müthig gebeten, ihn zu unterſtützen und dieſer will⸗ fahrte ihm, ſei es nun, daß ihm der König von Frank⸗ reich es ſo befohlen hatte, deſſen Soldat er war, oder