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5.-7. Bdchn. (1845)
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ſich dieſe Männer zum Tode für das Vaterland und um welchen Preis? mit welcher Hoffnung? Etwa derjenigen, ihr Loos zu verbeſſern und ſich durch den Sieg zu bereichern? Nein! Ihr Zuſtand, das wußten ſie wohl, konnte ſich nicht ändern; Armuth und An⸗ ſtrengung wären nachher wie vorher ihr Lebenslauf geweſen; aber das bedachten, das erwogen ſie nicht; ſie liebten ihr Vaterland, wie man eine Mutter liebt, oder wie eine Geliebte. Es war ihr erſter Gedanke von Kindheit an geweſen, ſollte einſt noch der letzte ihrer Greiſenjahre ſein; ſie gaben ihr Leben für daſſelbe, gerade mit der Empfindung, mit der es ein Liebender der Geliebten opfert, ohne einen andern Lohn zu er⸗ w als eben die Freude, zu ihrer Rettung zu erben.

Wie innig, wie heiß werden in dieſer Nacht die Gebete der Mütter und der Greiſe geweſen ſein! Wie viele Thränen wurden heimlich vergoſſen! Wie viele Gelübde, wie viele Verſprechungen ſtiegen von un⸗ ſchuldigen Seelen zu Gott empor, die auf ihn allein ihre Hoffnung ſetzten! Die unendliche Mannigfaltig⸗ keit aller dieſer Familienbilder, wie ſie das Innere ſo vieler Häuſer bot, mag die Phantaſie verwirren, wenn man das ernſte Mutheinſprechen der Greiſe, die kühne zuverſichtliche Hoffnung der Jünglinge, den ehrenvollen und unwiderruflichen Entſchluß Aller bedenkt; aber das Herz blutet, wenn man ferner erwägt, daß es zu glei⸗ cher Zeit Bürger in Florenz gab, welche die Sorge wach hielt, wie ſie allein dem allgemeinen Schiffbruch entrinnen, ihr Leben um den Preis des Verrathes erkaufen und für das Blut und vie Freiheit ihrer Brü⸗ der noch Schätze für ſich gewinnen möchten.

Nur zu viele gab es deren; es war dieß die Partei der Vornehmen, auf welche ſich Malateſta beſonders verließ und die aufzuwiegeln Troilo und Nobili, wie wir geſehen haben, den Auſtrag erhalten hatten. Ihre Aufgabe war leicht; denn ihr Plan war