Teil eines Werkes 
5.-7. Bdchn. (1845)
Entstehung
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ſchüttelnd:

194 nicht in ſeiner Natur lag, und dann ſagie er kopf⸗

„Ich würde das wenige Blut darum geben, das ich noch habe, wenn ich das nicht geſehen hätte, was ich Euch jetzt erzählen muß.“

Nach einer nochmaligen Pauſe erzählte er weiter: „Maramaldo nähert ſich ihm und ſagt: Biſt du end⸗ lich einmal da, feiger Krämer? Aber Ferruccio läßt ihn nicht ausſprechen, ſondern wirft ihm ſeine Schimpf⸗ reden in den Hals zurück, als wäre er geſund und bewaffnet und nicht in der Lage, in der er ſich befand; und während ſie einander Schimpfreden ſagten, ſehe ich Maramaldo mit ſeiner rechten Hand hinter dem

Rücken nach etwas ſuchen, bis er den Griff ſeines Dolches findet. Er ergreift ihn und zückte ihn plötz⸗

lich Ferruccio in das Geſicht. Ich ſah ihm gerade in die Augen; er bewegte ſie nicht; er wendete ſie nicht ab, und zweimal wurde ihm die Klinge in den Hals

geſtoßen, und durch das Blut hindurch, das ihm aus

dem Halſe ſprudelte, rief er ſterbend:„Elende Memme! Du erſtichſt einen todten Mann!“ „Dik Schurken hatten mir die Hände auf den

Rücken gebunden, ſonſt hätte ich ihn mit den Nägeln und mit den Zähnen gerächt. Solche Menſchen nennen

ſich Kriegshauptleute! Banditenhäuptlinge ſollte man ſie heißen! ſie find eine Schandéè des Kriegshandwerks!

„Ich wurde in ein nahes Haus gebracht und dort nahm mich derjenige, der mich gefangen hatte, in

Augenſchein. Ich erkannte ihn wieder, denn wir wa⸗

ren mit einander in Bourbons Heer; es war ein ge⸗ wiſſer Velasco. Er ſagte zu mir:„Wahrhaftig, ich hätte nicht gedacht, daß Du es wäreſt!“ Wir unter⸗ hielten uns mit einander, kurz er war ſo höflich gegen mich, daß ich mir die Freiheit nahm, ihm zu ſagen: Sieh, was für ein Löſegeld ſoll ich Dir bezahlen? Kehre mich um, und Du findeſt keinen Dukaten!“

„Aus alter Frrundſchaft— denn ich kenne faſt alle

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