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nicht, wo ich war. Ich fühlte meinen Kopf verwundet, denn ich hatte einen Hieb auf das Haupt bekommen und das Blut benahm mir das Geſicht. Genug, wir waren draußen, ich bekam ein wenig freie Hand, rei⸗ nigte mir die Augen und ſah, da der Feind gerade ſeine Scharen ein wenig ausbreitete, den Bevoll⸗ mächtigten ſich in ein kleines Haus, nahe bei der Ka⸗ pelle der Jungfrauen, werfen, wohin ich ihm folgte, indem ich mir ſagte:„So lange Du nicht willſt, will ich auch nicht!“
„So ging es von vorn an; aber wir waren zehn, nicht weiter und Einer nach dem Andern von den Unſri⸗ gen fiel, aber ohne daß wir einen Schritt gewichen wären. Man kämpfte an der Thüre, welche endlich von mehr als Hunderten geſprengt wurde, die auf uns eindrangen, während nur noch Viere von uns am Leben waren. Ferruccio war vom Blutverluſt und Ermattung zu Boden geſunken und vermochte kein Glied mehr zu regen; nur das Blitzen ſeiner Augen und das Rhcheln ſeiner Kehle verrieth, daß er noch lebte. Der arme Herr! Er wurde von einem Spanier gefangen und ich von einem Andern, und ſo wir alle Viet, die noch am Leben waren.
„Der Spanier, der Ferruccio gefangen hatte, wollte ihn verbergen, aber es kam ein Befehl von Maramaldo,
ihn zu ihm zu führen. Man ſetzte ihn auf zwei ge⸗ kreuzte Piken und ſo trugen ſie ihn auf den Platz.
„Maramaldo hatte ſich nach ſeinem Siege in dem Hauſe an der Kirchenecke einquartirt und trat eben auf die Gallerie vor der Hausthüre, wo man auf zwei Treppen hinaufſteigt, als die Soldaten kamen, welche den Bevollmächtigten brachten. Sie legten ihm denſelben vor die Füße; er blieb liegen und vermochte ſich nur auf einem Arme zu halten; den Kopf aber hob er hoch und blickte wilder als je.“
Hier hielt Fanfulla einen Augenblick inne; dann
wurde ſeine Miene ernſt und traurig, was ſonſt gar Riccolo de' Lapi. M. 13


