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6l. l nach Hauſe kam und ſich zu ſeiner Frau egab. Wer ihn auf der Treppe geſehen hätte, der würde wohl bemerkt haben, daß ſein Herz nicht bei dem war, was er that. Er kam langſam herauf, blieb auf je⸗ 1 der Stufe verdrießlich ſtehen und ſchleppte eine lange Hellebarde hinter ſich nach, die er unterhalb des Eiſens 1 hielt und auf jeder Stufe mit dem Schaft aufſtoßen 1 ließ. Als er oben angekommen war, blies er auf ein⸗ mal die Backen auf und ſtieß einen langen Seufzer 1 aus; dann verbrehte er die Augen, hängte den Kopf 1 auf die eine Schulter, ſang mit leiſer Stimme und 1 hing die Hellebarde an einen Nagel neben der Thüre ſeines Zimmers, nebſt einem kleinen Schild, den er am Arme trug. Als er dieſen an die Mauer lehnen wollte, fiel er zu Boden; Troilo aber bückte ſich nicht, um ihn aufzuheben, machte das freunvlichſte Geſicht, 3 er vermochte, und ſagte, indem er zu Liſa hinein⸗ 1 ging: 1„Wohlan, Troilo, faſſe Muth! Die Belagerung 11 wird nicht ohne Lohn für Dich ablaufen.“
1 2„Ich glaubte, es ginge zum Kampf,“ ſagte er, in⸗ dem er das Mädchen flüchtig küßte,„aber es war bloß eine Muſterung, und weiter gibt es nichts Neues.“
z„Aber im Hauſe gibt es etwas Neues,“ antwortele Liſn.“
„Was denn?“
„Lamberto heiratet Laudomia!“
„Ah!— Ei!— Wie!— Nun ich freue mich dar⸗ über.“
Darauf ſah er Liſa ſtarr ins Geſicht und ſagte zu ihr, da es ihm leicht war, ihre Gedanken zu errathen, mit ſeiner natürlichen Bosheit:
„Wahrhaftig, eine ſchöne Nauigkeit! Das hätte ich nicht vermuthet. Wer hätte geglaubt, daß ſich dieſe in einander verlieben würden? Man ſollte meinen, ſie hätten ſich ſchon ſeit länger verſtändigt.“
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