Teil eines Werkes 
5.-7. Bdchn. (1845)
Entstehung
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Liſa biß ſich in die Lippen und zuckte die Achſeln. Troilo fuhr aber fort:

„Uebrigens freut es mich, denn ich muß Dir ſa⸗ gen, der arme Alberto— Lamberto wollte ich ſagen — trug es mir nach, ob ich gleich nicht die Abſicht hatte, ihn zu kränken— nämlich, daß ich die Urſache war, daß ſeine Liebe geſtört wurde. Niemand hat mehr Grund, als ich, ihn zu bemitleiden, weil ich weiß, welchen Schatz er verloren hat.“

Bei dieſen Worten befand er ſich eben hinter Li⸗ ſas Rücken und ſtreckte verächtlich die Zunge aus dem Munde.

„Jetzt danke ich Gott, da ich ſehe, daß er nicht ganz verzweifelt iſt, und ich freue mich auch für Dich darüber, liebe Liſa; ich denke, bei Deinem guten Her⸗ zen mußte Dir ſein Unglück ein Dorn im Herzen jſein, und Du mußt jetzt eine große Freude haben, ihn noch glücklich werden zu ſehen, da er ſo vernünftig war, ſich zu tröſten.“

„O, was mich betrifft, ich bin ſehr erfreut dar⸗ über,“ ſante Liſa trocken.

„ Trvilo ſtand vor ſie hin, blickte ihr feſt in die Augen und ſagte:

„Und doch, wenn man ſieht, was Du für ein Ge⸗ ſicht machſt, ſollte man denken, Du ſeift nichts weniger als vergnügt. Haſt Du vielleicht ſonſt noch einen Kummer?“

5„3ch habe Richts; ich bin ja ganz wie gewöhn⸗ ich!

„O nein, nicht wie gewöhnlich, meineLiſa! Warum ſagſt Du nicht geradezu ich will es Dir nicht ſagen. Eine Meile weit ſieht man Dir ja den Verdruß an.“

„Was ſoll ich denn für einen Verdruß haben und über wen?“

Das frage ich Dich ja gerade. Ich allein kann es nicht herausbringen, aber was es auch ſei, ſo glaube ich, daß Du alles Andere darüber vergeſſen ſollteſt, daß