Teil eines Werkes 
5.-7. Bdchn. (1845)
Entstehung
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vergnügt hereingetreten, ihre ſchweren Büchſen mit Geräuſch in einen Winkel geſtellt und Vater und Schwe⸗ ſtern begrüßt hatten, erzählten ſie ſowohl von der Rie⸗ derlage der Feinde, als auch von den Waffenthaten der Freunde. Bindo hatte einen Streifſchuß auf die linke Armſchiene erhalten und zeigte die Spuren der Kugel mit vor Freude glänzenden Augen, welche zu ſagen ſchienen: Auch ich bin ein Krieger! Vieri er⸗ zählte, wie Lamberto einen großen Stein auf eine dicht mit Feinden beſetzte Leiter mit ſolcher Geſchicklichkeit geſchleudert hätte, daß er viele zerſchmettert und alle hinabgeſtürzt hatte. Alle lobten ferner Troilo wegen ſeiner Tapferkeit und Bindo mehr als die andern, denn er hatte an ſeiner Seite gekämpft und ihn ſeine Arme ſo gebrauchen ſehen, daß viele Kaiſerlichen und Pal⸗ leschen, wenn ſie gewußt, von weſſen Hand die Hiebe kamen, die fie trafen, hätten ſagen können, Troilo ſpiele die Rolle eines Piagnonen ein wenig zu natürlich. Er hatte ſich wirklich als kühner und tapferer Soldat be⸗ tragen, da er ſich dazu gezwungen fand, während er ſich doch im Innern ärgerte, Gefahr zu laufen, einen ſeiner Freunde zu tödten oder von einem getödtet zu werden.

Niccolo hörte den Lobeserhebungen Bindo's mit großer Befriedigung zu und das Benehmen Troilo's überzeugte ihn mehr und mehr von deſſen wahrhafter Beſſerung und Zuneignung für die Partei, welche für Freiheit und Volksherrſchaft kämpfte. Troilo äußerte mit verſtellter Beſcheidenheit und Zerknirſchung: Es iſt kein Verdienſt, tapfer zu kämpfen, Herr Niccolo, wenn es eine ſo heilige Sache gibt und Gott ſelbſt uns ſeine Gnade durch ſo ſichtbare Zeichen zu erkennen gibt. Fürchtete ich nicht in gewiſſen Beziehun⸗ gen, in welchen man ſehr vorſichtig ſein muß, allzu leichtgläubig zu erſcheinen, ſo würde ich zu behaupten wagen, daß ich heute Nacht die Engel von unſern Mauern herab die Feinde bekämpfen ſah. Der