Teil eines Werkes 
5.-7. Bdchn. (1845)
Entstehung
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bei dieſer Unternehmung die Weiſſagung des Bruders Girolamo ſich beſtätigt habe, der den Florentinern die Hilfe der Engel ſelbſt verheißen hatte, wurden immer glühender in dieſem Glauben, hielten das Ende dieſer Kämpfe für ganz nahe und es fehlte nicht an ſolchen, welche verficherten, Engel in der Luft geſehen zu haben, die mit feurigen Schwertern kämpften und mit jedem Streich ganze Reihen feindlicher Truppen niederhieben. Niemand konnte ſich mehr als Niccolo rühmen, den Glauben an Savonarola rein und vollkommen in ſeinem Innern zu hegen, und wenn er vielleicht nicht völlig überzeugt war denn er beſaß einen zu ſcharſen Verſtand, um ſich ſo weit fortreißen zu laſſen, daß er Engel kommen zu ſehen glaubte, um Florenz zu vertheidigen, ſo gründete er doch auf die Worte Savonarola's die Hoffnung, um nicht zu ſagen die Gewißheit einer beſonderen göttlichen Hilſe, durch die ver Feind immer zurückgetrieben werden würde. Nachdem das Geräuſch und der Lärmen vorüber und er mit ſeinen Töchtern in ſein Zimmer zurückge⸗ kehrt war, ſetzte er ſich an den Herd, durchdachte das ganze Ereigniß dieſes Abends und ſagte ſeufzend: Modicae ſdei! quare dubitasti* Worte, welche der Bruder Girolamo häufig gebraucht hatte und die er nun auf ſich ſelbſt anwendeie, ſich betrübend, daß er einen Augenblick in ſeinem Vertrauen habe wanken können. Während er dieſen Gedanken nachhing, erwar⸗ teten Liſa und Laudomia, mit Ungeduld zu den Fen⸗ ſtern ſich hinauslehnend, die Rücktehr der Jünglinge, nicht ohne Bewegung und Furcht, daß ihnen ein Un⸗ glück begegnet ſein möchte. Bald aber verſchwand jede Beſorgniß und gegen Mitternacht kehrten Alle zurück, ausgenommen Averardo, der faſt nie nach Haus zum Schlafen kam und kein anderes Zimmer verlangte, als vie Caſematten der Wälle, noch ein anderes Bett, als die bloße Erde, und Freude erfüllte jetzt das Haus der Lapi. Als Bindo zuerſt und dann die andern alle

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