Teil eines Werkes 
5.-7. Bdchn. (1845)
Entstehung
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keine kleine Unterſtützung gewähren können, die Ver⸗ zweiflung hätte die Stärke und die Kähnheit eines Volks verdoppelt, das durch das Vergangene zu ſehr gezeigt hatte, welche Kraft es in bürgerlichen Kriegen entwickeln könne, und vielleicht hätte das kaiſerliche Heer, welches an Waffenfähigen kaum fünfzehntauſend Streiter zählte, vor Florenz ſein Grab gefunden, wäre nicht dieſe große und unglückliche Stadt von Gott zu noch längeren Leiden und noch größerer Züchtigung verurtheilt geweſen.

Nach kurzer Zeit ſtanden die feindlichen Truppen, an der Möglichkeit des Sieges völlig verzweifelnd, von der Unternehmung ab und zogen ſich in ihre Quartiere zurück, von wo aus der Prinz von Oranien in der Richtung von Bologna abzog, um vom Kaiſer und dem Pabſt, welche ſich wegen der Krönung dort⸗ hin begeben hatten, neue Hülfsmittel an Leuten und Geſchütz zu fordern, ohne welche er keine Möglichkeit ſah, irgend einen Vortheil erringen zu können. Die Miliz der Stadtviertel kehrte, als ſie die Gefahr vor⸗ übergegangen ſah, zurück und vertheilte ſich nach und nach in ihre Häuſer, die Straßen wurden bald leer, die Fenſter geſchloſſen, die Lichter und Laternen ver⸗ ſchwanden und Alles kehrte zur Ruhe und zu dem ge⸗ wöhnlichen Schweigen zurück.

Diejenigen unter den Vertheidigern, welche Wun⸗ den davon getragen hatten, wurden mit Sorgfalt ge⸗ pflegt, die am übelſten Zugerichteten in den Kranken⸗ häuſern, die andern in ihren eigenen Wohnungen, und während deſſen nannte man ſich die Gefährten, die Bürger, welche bei dem Sturm geblieben waren; der Eine beklagte ſie, der Andere betete für ſie, die Mei⸗ ſten aber beneideten ſie, indem ſie für gewiß hielten, ihre Seelen würden, wie diejenigen von Märtyrern, unmittelbar emporſteigen, um die Freuden des Para⸗ dieſes zu genießen, und die frömmſten und eifrigſten unter ven Piagnonen, welche der Meinung waren, daß