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Zwanzigſtes Kapitel.
Die Wuth beſchreiben zu wollen, welche Niccolo, Averardo, Lamberto, Vieri und Bindo bei dieſem Ruf ergriff, den Schrecken des Bruders Benedetto und der beiden Mädchen, die Verwundung Troilo's, der nichts weniger als dieß erwartete, würde vergeblich ſein, aber der Leſer möge es ſich denken. Averardo ſprang nach ſeinem Gewehr, das er in einem Winkel gelaſſen hatte, knirſchte mit den Zähnen und ſagte mit von Wuth erſtickter Stimme:
„Verwünſcht ſei die Stunde, in welcher ich mich von der Mauer entfernte!“
Seine Brüder hatten mit Lamberto und Fanfulla zugleich ebenfalls nach ihren Waffen gegriffen, und der Letztere zündete, ohne irgend ein Zeichen der Verwir⸗ rung blicken zu laſſen, da er an gleich bedrängte Lagen gewöhnt war, an der Glut der Lampe die Lunte ſei⸗ nes Gewehrs an und ſagte:„Jetzt gilt es Ernſt!“ und Alle erhoben ſich zugleich, um hinauszugehen, als fünf oder ſechs Männer vom gemeinen Volk, Seidearbei⸗ ter im Dienſt des Niccolo, haſtig eintraten und zu ihm ſagten:
„Herr, wir ſind da außen fünfzig Geſellen und kommen, Euer Haus zu beſchützen und Euch bis in den Tod zu vertheidigen.“
„Was, mich vertheidigen?“ rief Niccolo;„auf die Mauern, auf die Mauern! denn heute iſt der Tag, daß wir alle für unſere Freiheit ſterben müſſen und ich will der erſte ſein.“
Der ergrimmte Greis faßte eine Waffe und wollte mit den Andern hinausgehen und ſelbſt zur Vertheidi⸗ gung forteilen, obgleich alle, beſonders ſeine Töchter


