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das Herz mir ſagte, für wen ſie dienen ſollen,“ er⸗ wiederte er den Kopf ſchüttelnd:
„Dieſem Herrn Drollig ich lieber eine Kugel aus einer Arquebouſe, als Kläſer mit gutem Wein möchte präſentiren.“
Indeſſen hörte man klopfen und Alle ſtanden auf. Fede lief und öffnete und hinter ihr eilte Laudomia herbei, nicht ſowohl um die Schweſter bälder zu um⸗ armen, als um nicht zuzulaſſen, daß ſie allein zum Vater hereintrete. Auch Bindo ging Troilo entgegen, um ihn einzuführen. Kaum war die Thüre geöffnet, ſo lagen ſich die beiden Schweſtern in den Armen, drückten ſich an das Geſicht und an das Herz, und blieben ſo, ohne ein Wort zu ſagen, ſo lange, als man ein Ave Maria ſpricht. Als fie ſich endlich los⸗ gelaſſen, nahm Liſa das Kind an den Hals, das bis dahin von ihrem Mann getragen worden war, und ging mit Laudomia, die ſie mit der einen Hand am Arm hielt, mit der andern ihren Leib umſchlang. Bru⸗ der Benebetto ging voran, hintendrein Troilo mit Bindo, Fanfulla kam zuletzt.
Niccolo erhob ſich, um ſie zu empfangen und blieb neben ſeinem Lehnſtuhl ſtehen, auf deſſen Lehne er die Hand ſtützte. Seine Haltung war ehrfurchtgebietend und er warf einen ernſten, aber ruhigen Blick auf die Eintretenden. Zu ſeiner Rechten ſtand Averardo mit ſinſterer Miene, die Hand am Degengefäß, zu ſeiner Linken Vieri und Lamberto.
Als der Bruder Benedetto über die Schwelle ge⸗ treten war, ſprach er, während er mit den Uebrigen vortrat:
„Herr Rircolo, hier iſt Eure Tochter, hier iſt Herr Troilo, welche wiſſen, daß ſie Eurer Verzeihung be⸗ dürftig ſfind, und kommen, Euch darum zu bitten. Sie ſind bereit, für die Zukunft ſtets nur nach Eurem Willen zu handeln und hoffen, Ihr werdet ſie als ge⸗


