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Bruder Benedetto mit Fanfulla ihrer wartete, worauf fie ihren Weg nach dem Hauſe der Lapi nahmen.
Niccolo hatte ſeine Söhne zu derſelben Stunde nach ſeinem Hauſe beſchieden und Laudomia mit der Sorge für die Zubereitung einiger Zimmer beauftragt, welche Liſa mit ihrem Kinde und Troilo bewohnen ſollten. Nachdem ſie den erhaltenen Auftrag vollzogen hatte, ging Laudemia in das Zimmer Riccolo's hinab und fand ihn dort in ſeinem Lehnſtuhl ſitzend, während Averardo, Vieri und Bindo, völlig gewaffnet, ihn um⸗ ſtanden. Auch Lamberto war zugegen, da Niccolb dies ausdrücklich gewünſcht hatte.
„Ich fühle, mein Sohn,“ ſprach Niccolo zu Lam⸗ berto gewenvet,„wie ſchwer es Dich ankommen muß, ihn in meinem Hauſe zu ſehen. Was aber konnte ich Anders thun?— Er iſt mit Liſa verheiratet! Er wird fortan in unſeren Reihen kämpfen!„ Er hat Bindo vom ſchimpflichen Tode gerettet!.„ Konnte ich ihm wohl meine Verzeihung verſagen? Ich habe Dich bei dieſer Scene gegenwärtig haben wol⸗ len, weil ich Deine Standhaftigkeit kenne, und weil ihr euch früher oder ſpäter dennoch hättet ſehen müſ⸗ ſen, und dies wird Dir vielleicht weniger ſchwer fal⸗ len, wenn es in meiner Gegenwart geſchieht.“
„Mein Vater,“ entgegnete Lamberto,„für Alles, was Euch gut dünken wird hinſichtlich meiner zu be⸗ ſchließen, jetzt oder ſpäter, werdet Ihr Euch nie bei mir zu entſchuldigen haben. Es genügt, daß Ihr mich als Euren Sohn anſehen wollt, und was das Uebrige betrifft, ſo werde ich ſtreben, immer ſtärker als mein Schickſal zu ſein.“
„Du ſprichſt wie ein Mann, Lamberto,“ ſagte Niecolo; dann ſchüttelte er das Haupt und fügte hinzu: „Liſa! Rſa, Du warſt doch eine Thörin!“
Darauf ſagte Averardo, ein rauher Kriegsmann, der, kein Freund von eitlen Worten, keinen andern Gedanken hatte, außer Krieg, mit übler Laune:


