332 gefaßten Entſchluß, ſich an vie Piagnoniſche Partei an⸗
zuſchließen, ſeine Wiedervereinigung mit Liſa, zu wel⸗ cher nun Nichts mehr fehlte, außer die Zuſtimmung Niccolo's.
„Er wird,“ fuhr er fort,„denjenigen nicht zurück⸗ ſtoßen wollen, der ſeinen Sohn gerettet hat, aber weil es doch möglich wäre, ſind wir gekommen, um eine kleine Gunſt zu bitten. Wenn Ihr mit ihm ſprechen wolltet, ſo wird er nicht Nein ſagen können.“
Nunmehr begann Troilo, den Helm abnehmend und ein ganz demüthiges und zerknirſchtes Geſicht zei⸗ gend, mit ſo vieler Leidenſchaft und Wahrſcheinlichkeit von ſeiner Liebe für Liſa, von dem Schmerz, mit dem er ſich an ſein vergangenes Leben erinnere, von ſei⸗ nem feſten Vorſatz, ſich in Zukunft zu beſſern, zu ſpre⸗ chen, mit einem Wort, er wußte ſo gut den Piag⸗ none zu ſpiclen, daß Bruder Benedetto völlig von ſei⸗ ner Aufrichtigkeit überzeugt wurde, und alles Mögliche zu thun verſprach, um ſeine Angelegenheiten mit Rie⸗ colo und dem Rath in's Reine zu bringen.
„Hier iſt nicht viel Zeit zu verlieren,“ ſagte er aufſtehend, und holte ſeinen Stock in einem Winkel; „Ihr bleibt hier im Kloſter.. Bruder Giorgio, ob Ihr gleich gegenwärtig mehr vom Soldaten, als vom Mönch an Euch habt, ſo gehört Ihr doch zum Hauſe, ich laſſe Euch daher dieſem Edelmann zur Bedienung, laßt ihn ſich erfriſchen, und ich verlaſſe mich darauf, in kurzer Zeit mit einer angenehmen Neuigkeit wieder zu kom⸗ men... Der gute Niccolo,“ ſagte er, indem er die Augen zum Himmel emporhob,„er iſt doch ein ſehr rechtſchaffener Mann, ein wenig rauh, dem Anſehen nach, das kann man nicht läugnen, aber einer vom alten Schlag, der beſte Freund, den dieſes Kloſter be⸗ ſitzt, ich möchte ihn wohl einmal in Frieden ſehen, es wäre Zeit, denn er hat Kummer erlitten... Ja, ja, wir wollen Gutes hoffen, nun iſt die Sache ſo weit gekommen, daß der Ehre vor der Welt wegen er nichts


