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er Euch ein Vergnügen machen kann, ſo wird er Euch auf die Hochzeit gehen. was man nicht ſo von allen andern Brüdern ſagen kann; viele haben im⸗ mer die Nacht im Gedächtniß, in welcher das Kloſter geſtürmt wurde, und für ſie iſt ein Pallescho und der Teufel eins und daſſelbe.“
Unterdeſſen öffnete der Pförtner und ſagte, als er ſeinen alten Freund und Gefährten erkannte, indem er die Arme in die Höhe hob:
„Ei, willkommen Bruder Lamberto! Es iſt eine Weile her, daß Du nicht herkamſt, und beinahe, beinahe fing man an zu fürchten...
„Da hin ich, lebendig und wohlbehalten, Gott ſei's gedankt,“ entgegnete Fanfulla,„und ich komme nicht allein ich habe nöthig, ein Wort mit Bruder Benedetto zu ſprechen; ſieh her, ich habe einen Novizen gewonnen.“
Als der Pförtner den Troilo ganz in Waffen er⸗ blickte, von welchem man kaum die Augen ſah, ſagte er, während ſie gingen:
„Ein ſolcher Novize wie Du, wenn ich nicht irre.“
„Ei nun, bei dem Winde, der jetzt weht, find Panzer nöthiger, als Kutten.“
Als ſie hinaufkamen, fanden ſie den guten Greis in ſeiner Zelle auf dem Lehnſtuhl, ſeinen heil. Au⸗ guſtin offen vor ſich, ſeine gewöhnliche Brille auf der Naſe, ganz wie Fanfulla ihn das letzte Mal ver⸗ laſſen hatte, ſo daß es ſchien, als hätte er ſich gar nicht gerührt. Als er eintrat und ihn ſah, konnte er nicht umhin, bei ſich zu venken: Ich frage, ob vas Le⸗ ben heißt, gerade als wäre man als Schwamm ge⸗ boren. Als er darauf ſeinem Obern die Hand geküßt, der ihn mit liebevollem Weſen empfing und fich ein wenig erhoben hatte, ihn zu umarmen, ſtellte er ihm Troilo vor, ſagte ihm, wer er war, und erzählte alle verſchiedenen Begebenheiten, durch welche Troilo hieher gekommen war, die Beſreiung Bindo's, ſeinen


