Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

*

530

durch das Beiſpiel ſeiner Vorfahren, aber daß er von jetzt an ein guter Florentiner ſein wolle; und da er ſchön zu ſprechen wußte, und Fanfulla ein guter und argloſer Mann war, gelang es ihm bald, ihn ganz auf ſeine Seite zu ziehen, ſo daß er, noch ehe er einen Fuß in die Stadt geſetzt hatte, er ſich ſchon rühmen konnte, dort drei Perſonen zu haben, welche Zeugniß für ſeinen Werth, ſeine Tapferkeit und die Auf⸗ richtigkeit ſeiner politiſchen Bekehrung ablegen konnten.

Als ſie durch das Thor al Pratv eingetreten waren, theilte ſich, ſobald ſie an das Ende des Borgo Ogniſ⸗ ſanti gekommen waren, die Geſellſchaft. Bindo ſchlug den Weg über Parione ein und die Andern längs des Arno. Aber bevor er ſie verließ, verſprach der Jüng⸗ ling, nachdem er Troilo gedankt und ihm geſagt hatte, daß er ihm das Leben verdanke, er wolle mit aller Mühe und allen ſeinen Kräften es dahin bringen, daß er im Hauſe mit aller Ehre und Zuneigung aufgenom⸗ men würde, die ſein taoſeres Betragen verdiene.

Als Troilo an das Thor der Stadt gekommen war, hatte er ſeinen Helm geſchloſſen, um nicht er⸗ kannt zu werden, bevor er von der Verbannung der Empörer los geworden wäre, welcher zufolge, da er kein ſicheres Geleit hatte, es Jedem erlaubt war, Hand an ihn zu legen. Nun, nachdem Liſa in das Haus der Niccoloſa begleitet war, wo ſie ſo lange bleiben ſollte, bis die Angelegenheiten geordnet ſeien, ſchien es ihm nicht dienlich, ſich ſo gerade zum Magiſtrat als Empörer undVerbannter zu begeben, ſondern er faßte den Entſchluß, mit Fanfulla nach St. Marco zu gehen, wo er in Si⸗ cherheit bleiben konnte, bis er es dahin gebracht hätte, daß er vom Bann befreit würde.

Als beide am Thore angekommen waren, ſagte Fanfulla, indem er klopfte:

Das Beſte wird ſein, zu Bruder Benedetto zu gehen, er iſt der ſanftmüthigſte von allen, und wird dieſes Geſchäft ohne Zweifel auf ſich nehmen.... Wenn