Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn. (1845)
Entstehung
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Für den übrigen Weg gab es keine andere Gefahr mehr, außer einem Haufen Recognoscirender zu be⸗ gegnen, aber, wenn es Kaiſerliche waren, ſo hatte Troilo die Parole dieſer Nacht, wenn Florentiner, ſo gab ſich Fanfulla zu erkennen, und ſo waren ſie auf dieſe Weiſe gewiß, keinen Schaden zu leiden. Daher hielten ſie vergnügt und zufrieden über einen ſo guten Erfolg einen Augenblick inne, um Liſa ausruhen zu laſſen, dann machten ſie ſich auf und zogen weiter gegen Signa, dort überſchritten ſie die Brücke und kamen endlich über St. Donato bei Sonnenaufgang wohlbehalten und gerettet in Florenz an.

Bindo war auf dem Weg an der Seite Liſa's gegangen, und hörte ſie ihre Unfälle und den ganzen Hergang von dieſem Abend erzählen, und es braucht nicht erſt geſagt zu werden, ob fie die Tapferkeit und Güte ihres Gatten verherrlichte, der, um das Leben ihres Bruders zu retten, nach ihrer Meinung den glänzenden Hoffnungen entſagt hatte, welche die letzten Worte Baccio's angedeutet hatten und die von die⸗ ſem Niederträchtigen bloß in der Abſicht geſagt wor⸗ den waren, das Opfer Troilo's größer und ihn ſo bei Niccolo, ſeiner Familie und der Piagnoni⸗ ſchen Partei beſſer erſcheinen zu laſſen. Der Jüng⸗ ling konnte voll Dankbarkeit gegen ſeinen Befreier nicht ſatt werden, ihn zu loben, und ſagte: Niccolo werde ohne Zweifel ſowohl für dieſen großen Dienſt, als weil er ſich dem Kampf gegen das Vaterland entzogen habe und ſtatt deſſen komme, ihm zu helfen, ihn zu Gnaden annehmen und ſo werde endlich ſo vielen Lei⸗ den ein Ende gemacht werden. Troilo, welcher errieth, von welcher Art die Reden Liſa's ſein würden und ſie für ſeine Plane ſehr nützlich erachtete, hielt ſich, um ihnen mehr Raum zu geben, hinter ihnen mit Fan⸗ fulla, dem er in langen Unterredungen zeigte, wie er bis dahin nut mit Widerwillen der Palleschiſchen Partei gefolgt ſei, dahin gezogen durch das Unglück und